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Ein Festival verwandelt die Festung mit Licht

Koblenz- Ob „Luminale“-Festival in Frankfurt, Mainz, an der Loreley und anderswo am Rhein oder jetzt auf der Festung Ehrenbreitstein: Lichtkunst hat in der jüngsten Zeit viele Freunde gefunden. Bis zum 15. Mai lässt sich die Wehranlage über "Lichtströme" ganz neu erleben.

Koblenz- Ob „Luminale“-Festival in Frankfurt, Mainz, an der Loreley und anderswo am Rhein oder jetzt auf der Festung Ehrenbreitstein: Lichtkunst hat in der jüngsten Zeit viele Freunde gefunden. Bis zum 15. Mai lässt sich die Wehranlage über "Lichtströme" neu erleben.

Der direkte, unmittelbare Zugang durch die Verwandlung bekannter Orte durch die Kraft des Lichts kann man noch an den nächsten neuen Abenden auf den Gelände der Bundesgartenschau erleben: Als Gemeinschaftsprojekt der Kolenz Touristik, der Buga und des Kukltursommers haben acht Lichtkünstler, Designer und Architekten dort ihre ganz unterschiedlichen Installationen eingerichtet.

Einmalig: Die Buga bei Nacht

Dieses Festival „Lichtströme“ bietet die außergewöhnliche Gelegenheit, die Festung zur Buga einmal bei Nacht zu erleben: Mit Einbruch der Dunkelheit, wenn an anderen Tagen der Buga-Betrieb endet, gehen hier die Lichter der Projektoren an. Und nicht nur das: Für die Dauer der „Lichtströme“ fährt die Seilbahn zur Festung und zurück am heutigen Samstag bis 1.30 Uhr nachts, an den weiteren acht Tagen bis immerhin 0.30 Uhr.

Die Kuratoren der „Lichtströme“, Bettina Petz und Tom Groll, haben für das Festival Künstler ausgewählt, die sich mit ihren Arbeiten auf die Festungsanlage einlassen: Fünf der acht Arbeiten sind speziell für den Spielort entwickelt, drei weitere wurden angepasst.

Die Arbeiten kann man nicht über einen Kamm scheren: Herbert Cybulska etwa hat für den hölzernen Aussichtspunkt eine zurückhaltende Lichtarchitektur erarbeitet, die auch die Umwelt respektiert: „Zunächst einmal blicken wir hier in den Himmel, das restliche Streulicht der Stadt erzeugt eine gewisse Grundhelligkeit, so dass man zwar nicht Zeitung lesen kann, aber auch nicht stolpert. Ich habe versucht, mit weißen LED-Leuchte und roten Bereichen einige Bereiche der Rampe hervorzuheben“, erklärt Cybulska. Rotes Licht zieht den Besucher quasi zur Treppe hinauf, Leuchten von unten lassen den Aussichtspunkt wie ein gelandetes Ufo wirken.

Filigrane Blumenmotive rund um das Thema „Sehnsucht“ von Katharina Bernd nehmen dem Hauptgraben viel von seiner Massivität – erst aus der Nähe sieht man, wie gewaltig diese Motive wirklich sind. Nähertreten lohnt sich auch bei der Arbeit „Ayahuasca“ von Jakub Nepras im Retirierten Graben (Durchgang zum Hauptgraben: Was aus der Ferne aussieht wie der Blutkreislauf eines grünen Rieseninsekts, entpuppt sich von Nahem als spektakulärer Zusammenschnitt Hunderter von oben betrachteter Menschen: Sie laufen, schreiten, wirbeln herum, tanzen Can-Can: eine große, organische Montage, vor der man minutenlang verweilen kann.

„Üppig“ ist Sigrid Sandmanns Projektion auf Kurtine und Ravelin überschrieben, die auf der einen Seite Texte rund um Pflanzenvielfalt an die Wand wirft, um gegenüber in meterhohen Lettern zu verkünden: „die zeit steht still“. Besonders spektakulär fährt aber die Installation von Ursula Scherrer und Kurt Laurenz Theinert auf dem Schlossplatz aus: Zu Livemusik schicken sie geometrische Muster und Liniengewitter über die Festungsgebäude – ein Discogefühl, dass in immer neuen Ansichten der Architektur mündet und als Liverperformance jedesmal neu und anders ausfällt.

Von unserem Kulturchef Claus Ambrosius

Lichströme: Bis 15. Mai täglich ab 21.30 Uhr, der Eintritt ist im Buga-Ticket enthalten. Betreten der Festung bei Nacht auf eigene Gefahr, Taschenlampen und festes Schuhwerk sind mitzubringen. Weitere Infos unter www.lichtstroeme.de

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