Archivierter Artikel vom 30.06.2010, 17:22 Uhr
Augsburg

Ehrenamtliche in Hospizarbeit sind oft ältere Frauen

In der ambulanten Hospizarbeit engagieren sich vor allem ältere Frauen ehrenamtlich. Von den freiwilligen Helfern sind dort 90 Prozent weiblich. 44 Prozent von ihnen sind zwischen 51 und 65 Jahre alt, weitere 35 Prozent sogar noch älter.

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Das hat die Studie «Sterben dort, wo man zu Hause ist...» der Universität Augsburg ergeben. Die meisten Ehrenamtlichen sind Rentnerinnen (45 Prozent) oder Hausfrauen (18 Prozent). Ein großer Teil von ihnen (34 Prozent) hat vorher im medizinischen Bereich gearbeitet, 46 Prozent waren im Büro- oder Verwaltungsbereich tätig.

Auch unter den Hauptamtlichen in der Hospizarbeit stellen Frauen mit 93 Prozent die klare Mehrheit. Die meisten haben einen höheren Bildungsabschluss (54 Prozent das Abitur, 40 Prozent einen Realschulabschluss) sowie eine Weiterbildung in der Palliativpflege. Die Mehrheit von ihnen arbeitet in Teilzeit (60 Prozent), lediglich 24 Prozent sind vollzeitbeschäftigt.

Bei Patienten und ihren Angehörigen gibt es der Studie zufolge nur diffuse Vorstellungen davon, was die «Sterbeexperten» bieten können. Viele hätten vor der Begleitung nichts mit dem Begriff «Hospiz» anfangen können. Im Mittelpunkt der Hospiz- und Palliativarbeit stehen der schwerstkranke und sterbende Mensch – aber auch die ihm Nahestehenden, erläutert der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV), der an der Studie beteiligt war. Sie sollen durch die Helfer Aufmerksamkeit und Fürsorge, aber auch Wahrhaftigkeit erfahren.

Für die Studie arbeiteten die Universität Augsburg, der DHPV und die Deutsche Krebshilfe zusammen. Die Forscher führten rund 100 Interviews und Gruppendiskussionen. Außerdem werteten sie etwa 3000 Fragebögen von haupt- und ehrenamtlichen Hospiz-Mitarbeitern aus.

Kurzfassung der Studie: dpaq.de/GA4wh