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    Edelmann Dritter – Kombinierer drohen mit Streik

    Mit einem Sturmlauf aufs Podest hat Tino Edelmann beim Weltcup in Lahti den Frust über die Olympia-Pleite bewältigt, der Ärger über die fragwürdige Einzel-Entscheidung in der Nordischen Kombination ist jedoch noch nicht verraucht.

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    Tino Edelmann feiert in Lahti seinen dritten Platz.

    Der Thüringer musste in Lahti nach einem Sprung und dem Zehn-Kilometer-Langlauf lediglich dem siegreichen Norweger Magnus Moan und Hannu Manninen aus Finnland den Vortritt lassen. Olympiasieger Jason Lamy Chappuis aus Frankreich sicherte sich als Zehnter vorzeitig zum ersten Mal den Weltcup-Gesamtsieg. Björn Kircheisen wurde Zwölfter.

    «Ich bin sehr überrascht über die Leistung der Jungs und besonders von Tino. Alle waren doch sehr deprimiert über die Dinge, die bei Olympia vorgefallen sind. Da muss man erst mal wieder den Hebel umlegen. Das hat Tino hervorragend gemacht», lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch den Auftritt der DSV-Kombinierer.

    Wenige Stunden vor dem Wettkampf war es wegen des fragwürdigen Sprung-Wettbewerbs in der Olympia-Entscheidung von der Großschanze zu einer einstündigen Aussprache zwischen Sportlern und Trainern sowie FIS-Renndirektor Walter Hofer gekommen. «Es wurde viel geredet, aber ob es Konsequenzen gibt, steht noch infrage», berichtete Edelmann. Weil die Krisensitzung zunächst keine greifbaren Ergebnisse brachte, kündigte Athleten-Sprecher Felix Gottwald weitere Maßnahmen an. «Fernseh-Übertragungen können nur stattfinden, wenn auch die Athleten mitspielen», drohte der Österreicher mit einem Wettkampf-Boykott beim Weltcup-Finale am kommenden Wochenende in Oslo.

    In einer dreiseitigen Athleten-Erklärung forderten Kombinierer aus fünf Ländern, darunter auch die deutschen Winter-Zweikämpfer, eine Entschuldigung für den aus ihrer Sicht unfairen Wettbewerb vor gut einer Woche sowie ein Ende der «Funktionärs-Willkür, wie sie bei den Olympischen Spielen an den Tag gelegt wurde». Die Sportler kritisierten in ihrer Erklärung, dass der Wettkampf am 25. Februar von der Jury «trotz offensichtlich irregulärer – also nicht für alle Teilnehmer wenigstens annähernd gleicher Wettkampfbedingungen – durchgezogen worden ist. In einer Art und Weise, die den elementaren Wert des (olympischen) Sports grob verletzt hat: die Fairness.» Auch die deutschen Kombinierer waren beim Olympiasieg des Amerikaners Bill Demong von der Großschanze vom Winde verweht worden.

    Bemängelt wurden vor allem fehlende Kommunikation zwischen Jury und Athleten sowie mangelnde Flexibilität. «Bei Olympischen Spielen eine so fragwürdige Wettkampfplanung anzusetzen, die letztlich kaum Möglichkeiten offen ließ, einen für alle Athleten fairen Wettbewerb durchzuführen, ist entweder als inkompetent, ignorant oder eine Mischung aus beidem zu bezeichnen», schrieben die Athleten.

    Hofer übernahm in der Aussprache die Verantwortung für die Vorfälle. Der FIS-Renndirektor wies jedoch daraufhin, dass er nicht Mitglied des Wettkampfmanagements in der Nordischen Kombination sei. Er habe daher keinen Einfluss auf die Entscheidung in Whistler gehabt. Er wolle sich dafür einsetzen, dass die Wettkampf-Jury künftig, wie beim Skispringen, aus einem festen Kreis von fünf Fachleuten besteht. Derzeit gibt es ständig wechselnde Besetzungen.

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