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Dresden

Dynamo kann aufatmen: Stadtrat erhöht Zuschuss

Die drohende Insolvenzgefahr beim Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden ist vorerst abgewendet. Der Stadtrat in der sächsischen Landeshauptstadt sprach sich mit deutlicher Mehrheit für eine Erhöhung des Zuschusses für die Mietkosten im neu erbauten Rudolf-Harbig-Stadion aus.

Neben den zur Diskussion gestandenen 527 000 Euro pro Jahr bewilligte das Gremium für die Saison 2010/2011 eine weitere Zahlung von 700 000 Euro. Diese Summe gilt jedoch nur für eine Saison.

«Mir ist eine Menge Ballast vom Herzen gefallen. Wäre der Antrag nicht durchgegangen, wäre es das Ende von Dynamo gewesen. Nun haben wir zumindest für ein Jahr die wirtschaftliche Basis», sagte Dynamo- Präsident Hauke Hensel, der nun in den nächsten Monaten auf die Drittliga-Lizenz vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) hoffen kann. Entsprechende Unterlagen werden noch nachgereicht.

Zuvor hatte Dynamo-Hauptgeschäftsführer Stefan Bohne betont, dass selbst der Zuschuss in Höhe von 527 000 Euro für die Mietkosten nicht fürs Überleben gereicht hätte. Zudem wurde beschlossen, das Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) Ende September die Verträge mit der Projektgesellschaft neu verhandeln soll.

«Es ist frustrierend zu sehen, wie leicht organisierte Interessen öffentliche Kassen plündern können», betonte Dresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU). Die Stadtverwaltung hatte versucht, mit ihren angebotenen 527 000 Euro für einen Ausgleich zu sorgen. «Doch das ist kein fairer Ausgleich», meinte Vorjohann und fügte wegen der Zusatzzahlung an: «Der Steuerzahler hat komplett die Last zu tragen. Das zusätzliche Geld muss bei Investitionen gestrichen werden.»

Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) äußerte sich diplomatisch zu dem Ausgang der Entscheidung: «Der Beschluss ist zwar ein finanzielle Last, es hat aber keine Alternative gegeben, wenn es Profi-Fußball in diesem Stadion geben soll.»

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