Archivierter Artikel vom 17.07.2010, 15:16 Uhr

DVV-Präsident schließt Boykott bei Beach-EM aus

Berlin (dpa). Der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), Werner von Moltke, hat Schwierigkeiten bei der Beach- Europameisterschaft in Berlin eingeräumt, einen Spielerboykott aber ausgeschlossen.

«Es wird keinen Boykott geben», erklärte er in der «Berliner Zeitung». Wegen ausstehender Zahlungen sei das Turnier vom 11. bis 15. August aber in Gefahr gewesen. «Es war mal im Gespräch zu sagen: Wir geben die EM zurück. Wir hatten bis vor einem Monat Riesenprobleme», gab der langjährige DVV-Chef zu.

Die Athleten warten noch auf insgesamt 300 000 Euro Preisgeld aus dem vorigen Jahr. Laut von Moltke werde der Europäische Volleyball-Verband (CEV) die Hälfte der ausstehenden Prämien an den DVV überweisen, der sie unverzüglich an die Spieler weiterleiten will. Die Preisgelder für die EM lägen bereit, DVV und CEV übernähmen dafür die Gewähr.

Hintergrund der Probleme ist ein Streit zwischen der CEV und einer insolventen Vermarktungsagentur. Weltmeister Julius Brink hatte am Vortag einen Boykott als mögliches Druckmittel genannt, gleichzeitig aber auch letzte Option bezeichnet. «Die Athleten dürfen nicht die Leidtragenden sein», betonte DVV-Präsident von Moltke.