Archivierter Artikel vom 19.07.2013, 12:55 Uhr

Duplitzer kritisiert «Berliner Erklärung» gegen Homophobie

Berlin (dpa). Die lesbische Fechterin Imke Duplitzer hat sich kritisch zur Initiative gegen Homophobie im Fußball geäußert.

Berliner Erklärung
Die Berliner Erklärung gegen Homophobie soll ein Zeichen für die Akzeptanz von homosexuellen Sportlerinnen und Sportlern setzen.
Foto: Jens Kalaene – DPA

«Die sollten nicht so viel reden, sondern einfach mal machen», sagte sie in einem Interview des «Tagesspiegel» aus Berlin. Nach Meinung der 37-Jährigen machen homosexuelle Sportler immer noch die gleichen Erfahrungen wie Tennis-Ikone Martina Navratilova vor 25 Jahren. «Sie werden gemobbt, geschnitten und missachtet», erklärte die Europameisterin des Jahres 2010. «Homosexuelle Sportler werden begafft wie Zirkustiere.»

Dass in naher Zukunft ein Fußball-Profi zu seiner Homosexualität steht, glaubt Duplitzer nicht. Sie meinte, dass man als schwuler Profi ausgeliefert und erpressbar sei, weil man ein «dunkles Geheimnis» habe. Duplitzer hatte sich im Jahr 2002 geoutet und zu ihrem lesbischen Leben bekannt.

Die «Berliner Erklärung» gegen Homophobie im Fußball wurde von Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Wirtschaft unterzeichnet, darunter drei Bundesminister, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Bericht im «Tagesspiegel»