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Stuttgart (dpa

Duale Hochschule bietet Masterstudiengänge an

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg bietet ab dem Wintersemester auch Masterstudiengänge an. Das Angebot richtet sich vor allem an ehemalige Studierende der Berufsakademien, die sich begleitend zur Berufstätigkeit weiterqualifizieren wollten.

So bieten fast alle Berufsakademien Masterstudiengänge von Wirtschaftswissenschaften über Marketing bis hin zu Tourismusmanagement an. Die Absolventen müssen wie die Studenten der Bachelor-Studiengänge Verträge mit Firmen abschließen, bei denen sie den Praxisteil ihres Studiums erledigen. Bestenfalls sollen sie ein bis zwei Jahre Berufserfahrung haben, teilte das Wissenschaftsministerium in Stuttgart mit.

Unter dem Dach der Dualen Hochschule, die vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben wurde, sind acht Standorte mit vier Außenstellen in Heidenheim, Karlsruhe, Lörrach, Mannheim, Mosbach, Stuttgart, Ravensburg und Villingen-Schwenningen sowie Bad Mergentheim, Friedrichshafen, Heilbronn und Horb gebündelt. Nach zwei Jahren sei die Gründungsphase mit Bildung eines Aufsichtsrates, eines Senates und dem dazugehörigen Personal beendet. Aus diesem Grund wird auch Gründungspräsident Hans Wolff Anfang März von Reinhold Geilsdörfer, Rektor der Dualen Hochschule in Mosbach, abgelöst.

Geilsdörfer verwies auf eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, nach der im Masterbereich ein großer Bedarf an Absolventen mit profundem Praxiswissen bestehe. Die Unternehmen erhielten mit den neuen, sechs Semester langen Masterstudiengängen eine neue Möglichkeit, ihre Spitzenkräfte weiter zu qualifizieren.

Bei dem dreijährigen Bachelor-Studium in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen an den Dualen Hochschulen müssen die Studenten vor dem Antritt mit einem Unternehmen einen Vertrag abschließen, bei dem sie die Praxisanteile erledigen. Die Firma bezahlt die Studenten während des Studiums. Derzeit gibt es 9000 Unternehmen und soziale Einrichtungen im Südwesten, an die 26 000 Studierende gebunden sind. Mehr als 80 Prozent der Studenten werden von ihren Betrieben nach dem Studium übernommen.

Um möglichst vielen Abgängern des doppelten Abiturjahrgangs im kommenden Jahr eine Chance an der Dualen Hochschule zu bieten, sind seit 2007 bis Herbst diesen Jahres 4700 neue Studienanfängerplätze geplant, von denen bereits 4100 existieren. Derzeit gibt es damit 11 000 Anfängerplätze.

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