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    Frankfurt/Main

    DTTB-Präsidium weist Kritik des DOSB zurück

    Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) gibt in der Kontroverse um die Spitzensportförderung nicht klein bei.

    In einem am Montag veröffentlichten Offenen Brief weist er die Kritik des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) an einer DTTB-Analyse zurück und verwahrt sich dagegen, vom DOSB «bei anderen Verbänden diskreditiert» zu werden. Die «Art und Weise», in der der DOSB die sachlich vorgetragenen und gegen niemanden persönlich gerichteten Analysen eines souveränen Mitgliedsverbandes disqualifizieren wolle, «entspricht nicht dem Stil, den man von einer dem Fairplay verpflichteten Organisation erwartet», erklärte das DTTB-Präsidium.

    DOSB-Präsident Thomas Bach hatte einer grundlegenden Reform des Fördersystems eine Absage erteilt und in Bezug auf die DTTB-Analyse verkündet, dass auch künftig nicht in gute und schlechte Sportarten unterschieden werden solle. Wenn der DOSB öffentlich unterstellt, der Deutsche Tischtennis-Bund wolle zwischen guten und schlechten Sportarten unterscheiden, «ignoriert er unsere ihm schriftlich vorliegende Argumentation», heißt es in der DTTB-Erklärung.

    Nachdem seit vielen Jahren Bemühungen des DTTB um eine schlüssige Begründung der Förderprinzipien ergebnislos geblieben seien, «wollen wir nicht glauben, dass der DOSB nun auch einer offenen Diskussion über die Logik der Mittelverteilung» aus dem Weg gehen wolle, kritisiert der Fachverband. Dazu gehöre auch die Debatte um die so wichtige Verbindung zwischen Spitzen- und Breitensport.

    Der DTTB betonte noch einmal , dass die in der Analyse für den DOSB vorgelegten Zahlenvergleiche «keinen Angriff auf andere Fachverbände» bedeuten. «Wir plädieren keineswegs für eine Art Gleichschaltung der Sportarten oder Förderung entsprechend der Kopfzahlgröße einer Sportart», erklärte der DTTB. «Dieser Vergleich soll nur auf das Grundproblem aufmerksam machen, nämlich eine unverständliche Unverhältnismäßigkeit in den Zuwendungen.»

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