Archivierter Artikel vom 31.07.2012, 18:40 Uhr
London

DSV-Präsidentin Thiel kandidiert erneut

Die Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Christa Thiel, kandidiert für eine weitere Amtszeit. «Ja, ich trete an», sagte die Rechtsanwältin der Nachrichtenagentur dpa am Rande der Olympischen Spiele in London.

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Ambitioniert
Christa Thiel möchte weiterhin an der DSV-Spitze stehen.
Foto: Bernd Thissen – DPA

Thiel führt den Verband seit 2000. Beim Verbandstag im November in Hamburg will sie sich für weitere vier Jahre wählen lassen. «Es ist kein Geheimnis, dass der DSV mir ans Herz gewachsen ist», sagte Thiel, die auch Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist. Ein weiterer Grund sei, dass der DSV mit der Schwimm-EM 2014 in Berlin und den Wassersprung-Europameisterschaften in Rostock 2013 und 2015 vor Herausforderungen stehe.

Den missglückten Olympia-Start der deutschen Schwimmer sieht Thiel noch recht gelassen. «Es war leider ein Auftakt, wie wir ihn schon in Peking und Athen hatten. Und dann haben wir doch noch die Medaillen geholt. Ich gebe die Mannschaft nicht auf», sagte sie.

Für Thomas Rupprath ist Deutschland keine große Schwimm-Nation mehr. Nur Britta Steffen und Paul Biedermann seien über lange Jahre internationale Weltspitze. «Ich sehe aktuell niemanden, der in diese Fußstapfen – mit Weltrekorden, mit Olympiasiegen, mit Weltmeistertiteln – treten kann. Wenn die beiden aufhören, sieht es im Schwimmsport zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig aus», sagte er im Interview von trainingsworld.com. Rupprath hatte unter anderem mit den Lagen-Staffeln bei Olympia 2004 Silber und 2000 Bronze gewonnen.