Archivierter Artikel vom 27.11.2011, 14:10 Uhr

DSV-Läufer weiter nur in der Verfolgerrolle

Kuusamo (dpa). Tobias Angerer griff beim Material daneben, Axel Teichmann erlebte das größte Debakel seiner 13-jährigen Weltcup-Karriere: Deutschlands Langläufer haben auch am zweiten Saison-Wochenende nicht in die Erfolgsspur gefunden.

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Vergriffen
Tobias Angerer kam nicht mit seinem Material zurecht. Pekka Sipola
Foto: DPA

Im Handicap-Rennen über 15 Kilometer lief Angerer zum Abschluss des Weltcups im finnischen Kuusamo als 16. klar am erhofften ersten Top-Ten-Platz der Saison vorbei. «Ich bin enttäuscht, denn ich wollte noch weit nach vorne kommen. Aber ich habe den falschen Ski gewählt», sagte Angerer.

Teichmann hatte am Samstag mit Rang 74 über zehn Kilometer ein Debakel erlebt wie zuvor erst einmal in seiner Laufbahn. Vor zwei Jahren war der Thüringer in Davos über 15 Kilometer ebenfalls 74. geworden. «Es hat gar nix gepasst. Das Rennen hat mir heute noch in den Beinen gesteckt», berichtete Teichmann, nachdem er im Handicap-Rennen noch auf Rang 42 vorgelaufen war.

«Bei Axel ging gar nichts, das hat man von Beginn an gesehen. Da war keine Dynamik drin. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass der Ski nicht stimmte», sagte Bundestrainer Jochen Behle. Trübsal wollte Teichmann, der die Tour de Ski als Saisonziel auserkoren hat, dennoch nicht blasen. «Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich muss noch ein bisschen an meiner Skating-Technik arbeiten. Klassisch bin ich im Soll», bilanzierte er.

Wie er schielt auch Angerer nicht auf den Gesamt-Weltcup, sondern will einzelne Highlights setzen. In Kuusamo gelang ihm dies noch nicht. Nach Platz 14 über zehn Kilometer am Samstag hatte sich der Bayer für das Verfolgerrennen einiges ausgerechnet, büßte am Ende jedoch sogar Boden ein. «Ich hatte ein glattes und ein stumpfes Brett zur Auswahl. Ich habe das falsche gewählt», berichtete er. Für den weiteren Saisonverlauf ist er dennoch zuversichtlich: «Das Feuer ist da, und es macht auch wieder Spaß.»

Bei den Damen genügt in Abwesenheit von Evi Sachenbacher-Stehle, die am Sonntag ihren 31. Geburtstag feierte, derzeit nur Nicole Fessel höheren Ansprüchen. Die Oberstdorferin lief in allen drei Wettbewerben des Wochenendes in die Punkteränge. «Ich bin im guten Mittelfeld und denke, dass ich noch einen Sprung nach vorne machen kann», sagte Fessel.