Neustadt

Drei Generationen jubeln für Roman

Foto: bc

Neustadt an der Wied wurde am Wochenende wahrscheinlich von so vielen Menschen angesteuert wie noch nie. Aus allen Himmelsrichtungen kamen Leute ins Wiedtal, um Roman Lob, den derzeit berühmtesten Sohn der Gemeinde, bei seinem Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC) die Daumen zu drücken. Die Eintrittskarten zum Public Viewing in der Wiedparkhalle waren nämlich nicht nur in und um Neustadt herum heiß begehrt, sondern auch in Köln, Bonn, Gießen oder in der Eifel.

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„Ich war schon bei Romans Empfang hier“, sagte Marita Delißen aus Bonn. Und als Roman-Lob-Fan wollte sie sich es nicht entgehen lassen, den Auftritt des jungen Sängers beim Public Viewing in Neustadt zu erleben. Auch Markus Boss aus Gießen war der Weg in die Wiedtalgemeinde nicht zu weit: „Ich musste unbedingt dabei sein. Es ist doch toll, dass jemand aus der Nähe Deutschland beim ESC vertritt!“ Der gleichen Meinung waren mehr als 1000 Menschen, die mit Kind und Kegel nach Neustadt gekommen waren.

„Es ist so schön, dass hier Jung und Alt gemeinsam feier´n“, sagte die Beigeordnete der Ortsgemeinde, Ulla Müller. Und nicht nur drei Generationen brachte die riesige Party in der Wiedparkhalle zusammen. Die Schüler des Wiedtal-Gymnasiums brachten polnische und französische Austauschschüler mit, die derzeit zu Besuch in Neustadt sind. So wurde es, passend zu dem großen europäischen Gesangswettbewerb, international.

Komplette Familien reisten an, um Roman Lob zu feiern. Auch in der Schulgemeinschaft der Realschule plus in Neustadt, in der Roman Lob einst die Schulbank drückte, war das Interesse groß. Rund 200 Schüler und Eltern wollten sich die große ESC-Party nicht entgehen lassen. Seit Wochen schon stecken auch die Bürger aus Rott, Roman Lobs Heimatort, im ESC-Fieber. „Das ist einmalig, einfach nur schön“, schwärmte Gilla Weißenfels von der Rotter Dorfgemeinschaft. Voller Aufregung hatte übrigens auch Romans Mutter, Irma Lob, den Auftritt ihres Sohnes auf der großen Leinwand in Neustadt verfolgt. „Ich bin erleichtert. Roman hat sein Ziel erreicht, das macht mich so stolz“, sagte sie.

Von unserer Mitarbeiterin Beate Christ