Archivierter Artikel vom 29.07.2020, 09:32 Uhr
Berlin

US-Eishockey

Draisaitl vor NHL-Neustart: „Es war eine komische Zeit“

Der deutsche Eishockey-Star Leon Draisaitl geht mit gemischten Gefühlen den Neustart in der nordamerikanischen Profiliga NHL an.

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NHL-Topstar
Geht mit gemischten Gefühlen den Neustart in der NHL an: Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers in Aktion.
Foto: Steve Roberts/Cal Sport Media/CSM via ZUMA Wire/dpa

„Wir sind alle froh, dass wir wieder Eishockey spielen dürfen. Dementsprechend geht es uns ganz gut. Es war eine komische Zeit für alle, und ich habe versucht, mich so gut wie möglich fit zu halten“, sagte der 24 Jahre alte Angreifer der Edmonton Oilers im Interview des Online-Portals „Sportbuzzer“. Beim ersten Test präsentierte sich Draisaitl in guter Form und steuerte einen Assist zum 4:1-Sieg gegen die Calgary Flames bei.

Nach der abgebrochenen Hauptrunde war der gebürtige Kölner als erster Deutscher als bester NHL-Scorer ausgezeichnet worden. „Um ehrlich zu sein, hatte ich das zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht auf dem Schirm. Ich habe mich riesig gefreut. Es ist etwas ganz Besonderes für mich.“

Nun ist er für zwei weitere Auszeichnungen als bester Spieler der Liga nominiert, durch die NHL und die Spielergewerkschaft. „Beide Nominierungen sind eine große Ehre für mich, weil sie aus zwei verschiedenen Richtungen kommen. Wenn ich eine der Trophäen gewinne, wäre das herausragend“, unterstrich Draisaitl. Er würde sich darüber freuen, wenn sein Bekanntheitsgrad durch die Ehrungen in Deutschland steigen würde. „Die Trophäen würden sicherlich helfen“, sagte er.

Vor den Neustart gegen die Chicago Blackhawks ist er bezüglich seiner Form noch etwas skeptisch. „Ich gebe zu, dass es bei mir immer ein bisschen dauert, bevor ich in Fahrt komme. Wir waren vor der Pause gut drauf, und ich hoffe, dass es so weitergeht. Jetzt gibt es aber keine Ausreden! Sobald die Spiele anfangen, müssen wir bereit sein“.

Auch ohne Zuschauer sieht Draisaitl einen kleinen Heimvorteil, da der West-Meister in Edmonton ermittelt wird. „Wir kennen die Halle und das Eis. Aber die Zuschauer und die Atmosphäre fehlen natürlich“, sagte er der „Sport Bild“. Der Nationalspieler glaubt an die Chance, zum ersten Mal seit 30 Jahren den Stanley Cup nach Edmonton zu holen. „Die Playoffs werden speziell“, sagte er.

© dpa-infocom, dpa:200729-99-962874/2

Interview mit sportbuzzer.de