Archivierter Artikel vom 26.05.2010, 16:18 Uhr

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

China hält zur Euro-Zone

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Peking (dpa) – China ist zuversichtlich, dass die Euro-Zone die jüngste Finanzkrise überwinden wird. Europa bleibe «einer der wichtigsten Investitionsmärkte» für Chinas Währungsreserven, teilte die oberste Währungsaufsichtsbehörde (SAFE) am Donnerstag in Peking mit und trug damit zur Beruhigung an den Finanzmärkten bei. Berichte, wonach China wegen der Euro-Krise seine europäischen Anleihen auf den Prüfstand stelle, seien «ohne Grundlage», versicherte SAFE. Der Euro war nach den Berichten unter Druck geraten, Aktienmärkte reagierten nervös. China gehört zu den größten Devisenanlegern der Welt und ist auch stark in Euro-Staatsanleihen engagiert.

US-Wirtschaft wuchs schwächer als angenommen

Washington (dpa) – Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres schwächer gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt der größte Volkswirtschaft der Welt legte nach dem kräftigen Schub zum Jahresende 2009 um 3,0 Prozent zu, teilte das Handelsministerium am Donnerstag mit. Bei der ersten Schätzung Ende April war noch von 3,2 Prozent die Rede gewesen. Im vierten Quartal lag der Zuwachs noch bei robusten 5,6 Prozent. Ökonomen hatten mit dem Dämpfer allerdings gerechnet. Der am Donnerstag veröffentlichte Wert kann sich noch ändern.

Weitere Durchsuchungen bei HSH Nordbank

Hamburg (dpa) – Wegen des Verdachts auf Untreue und Bilanzfälschung hat die Hamburger Staatsanwaltschaft auch am Donnerstag die HSH Nordbank nach Unterlagen und Dokumenten durchsucht. Der Vorwurf der Bilanzfälschung richtet sich dabei unter anderem gegen den amtierenden Vorstandsvorsitzenden Dirk Jens Nonnenmacher, der als Finanzvorstand für den Quartalsbericht zum 31. März 2008 verantwortlich war. In dem Bericht weist die HSH Nordbank einen Konzernüberschuss von 81 Millionen Euro aus. Nach Berechnungen der Ermittlungsbehörde ist aber tatsächlich ein Fehlbetrag von 31 Millionen Euro angefallen.

Bioprodukte nicht grundsätzlich besser

Berlin (dpa) – Bioprodukte sind grundsätzlich weder gesünder noch schmackhafter als konventionelle Lebensmittel. Das ist die Bilanz der Stiftung Warentest aus 85 Untersuchungen in den vergangenen acht Jahren. In ausgewogenem Maße erhielten sowohl herkömmliche als auch Biolebensmittel die Qualitätssiegel «sehr gut» bis «mangelhaft». Insgesamt war die Biokost im Schnitt 30 bis 50 Prozent teurer als die Konkurrenz. Sie enthielt aber nur selten Pestizide und die Hersteller engagierten sich stärker für die Umwelt oder soziale Projekte.

Privatinsolvenzen: Deutschland droht Rekordjahr

Hamburg (dpa) – In Deutschland könnten nach einer Prognose in diesem Jahr so viele Bürger Privatinsolvenz anmelden wie noch nie. Im ersten Quartal 2010 zählte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel 34 710 Privatinsolvenzen und damit knapp 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Für das gesamte Jahr rechnet Bürgel in einer am Donnerstag in Hamburg veröffentlichten Studie mit bis zu 140 000 Verbraucherinsolvenzen – und damit noch mehr als im Rekordjahr 2007. Vor allem junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren waren in den ersten drei Monaten von den Insolvenzen betroffen, bei ihnen stieg der Anteil um 72 Prozent.

EU-Kommission will Preise für Autos und Reparaturen senken

Brüssel (dpa) – In der gesamten EU sollen Neufahrzeuge und Autoreparaturen billiger werden. Die EU-Kommission hat dafür die Wettbewerbsregeln für den Autohandel und Werkstätten gelockert und will für mehr Konkurrenz auf dem Markt sorgen. Beim Autoverkauf werden die strikten Vorgaben für Händler aufgehoben, so dass deren Vertriebskosten sinken. Bei Reparaturen stärkt die Kommission freie Werkstätten. Sie können künftig Ersatzteile anderer Anbieter einbauen und auf technische Informationen der Hersteller zugreifen. Alle Einsparungen sollen die Unternehmen direkt an die Kunden weitergeben.

Ackermann steht zu Griechen und bremst Kritiker

Frankfurt/Main (dpa) – Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat seinen Willen zur Rettung des Schuldensünders Griechenland betont und in der Debatte um schärfere Regeln zu Besonnenheit gemahnt. «Es ist uns ein echtes Anliegen, zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen ... National wie international. Wo immer wir tätig sind», sagte Ackermann am Donnerstag bei der Hauptversammlung des Dax- Konzerns in Frankfurt. Dies habe die Deutsche Bank unter anderem dadurch bewiesen, dass sie sich «zur Bewältigung der Griechenland- Krise besonders engagiert» habe.

Erholungskurs am deutschen Aktienmarkt geht weiter

Frankfurt/Main (dpa) – Die deutschen Aktienmärkte haben ihren Erholungskurs am Donnerstag fortgesetzt und deutliche Gewinne verbucht. Der Dax kletterte um 2,10 Prozent auf 5879 Punkte. Der MDax stieg um 2,65 Prozent auf 7867 Punkte, der TecDax legte um 2,25 Prozent auf 732 Punkte zu. Selbst etwas schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten hatten kaum negativen Einfluss. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2255 (1,2309) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8160 (0,8124) Euro.