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    dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

    Rösler erwartet 2013 wieder Aufschwung - Schuldenkrise belastet

    Berlin (dpa) - Die Bundesregierung warnt wegen der ungelösten Euro-Schuldenkrise vor zu großem Konjunktur-Optimismus. «Auch wenn die deutsche Wirtschaft hervorragend aufgestellt ist, so sind wir mit unserer Projektion bewusst auf der vorsichtigen Seite geblieben», sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler am Mittwoch in Berlin. Neben den Problemen in der Euro-Zone könnten auch steigende Preise den Aufschwung gefährden. Laufe alles gut, sei im nächsten Jahr aber ein kräftiger Aufschwung mit 1,6 Prozent Wachstum möglich. «2013 wird die deutsche Wirtschaft stärker wachsen als in diesem Jahr. Deutschland geht es gut», meinte Rösler. Freuen können sich die Arbeitnehmer: Die verfügbaren Einkommen legen in diesem Jahr über drei Prozent zu. Im laufenden Jahr wird ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet.

    Schlecker-Rettung tritt auf der Stelle - Verdi verunsichert

    Ehingen/Ulm (dpa) - Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz setzt weiter auf eine Übernahme der insolventen Drogeriekette durch einen Investor und weist Gerüchte um windige Interessenten zurück. «An der Qualität der Angebote hat sich nichts geändert», sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Man sei weiter mit seriösen Investoren im Gespräch. Die «Financial Times Deutschland» hatte zuvor berichtet, in Unternehmenskreisen würden die Interessenten kritisch gesehen, die von internationalen Finanzinvestoren bis zu einem arabischen Herrscherhaus reichten. Die Gebote seien niedrig und teilweise komplett kreditfinanziert. «Da sind nur noch Halunken im Spiel», zitierte die Zeitung eine mit den Vorgängen vertraute Person.

    Baubranche erhöht wegen guter Konjunktur Umsatzprognose =

    Berlin (dpa) - Die Bauwirtschaft profitiert weiterhin von der anhaltend guten Konjunktur in Deutschland. Weil immer noch mehr Wohnungen gebaut werden und die Wirtschaft in neue Gebäude investiert, korrigierte die Branche jetzt ihre Umsatzprognose nach oben. Wie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe am Mittwoch mitteilte, werde für dieses Jahr mit einem Umsatz von 95,7 Milliarden Euro und damit einem Plus von 3,8 Prozent gerechnet. Im Januar hatten die Erwartungen noch bei einem Plus von 1,6 Prozent gelegen. Dank der positiven Umsatzentwicklung steige auch die Zahl der Arbeitsplätze um 2,2 Prozent. Im Jahresschnitt wären damit rund 750 000 Menschen im Bau beschäftigt.

    Experten: Im April wieder unter drei Millionen Arbeitslose =

    Nürnberg (dpa) - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nach Experteneinschätzung im April erstmals in diesem Jahr wieder unter die Drei-Millionen-Marke gesunken. Trotzdem falle der Frühjahrsaufschwung deutlich schwächer aus als in den Vorjahren, berichteten Volkswirte deutscher Großbanken und Konjunkturforscher am Mittwoch in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Die Konjunktur sorge kaum noch für Schub auf dem Arbeitsmarkt, meinten einige Fachleute. Die Entwicklung in den kommenden Monaten beurteilen sie dagegen unterschiedlich. Den Experten-Berechnungen zufolge waren im April 2,93 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. Dies wären rund 100 000 weniger als im März; der Rückgang fiel damit deutlich schwächer als im Schnitt der vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr waren in im April rund 150 000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die offiziellen April-Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am kommenden Mittwoch (2. Mai) in Nürnberg bekanntgeben.

    SAP verbessert Quartalsgewinn um zehn Prozent

    Walldorf (dpa) - Europas größter Softwarehersteller SAP hat seinen Gewinn zum Jahresauftakt kräftig gesteigert und verweist erstmals auf Bewegung im zukunftsträchtigen Geschäft mit Cloud-Diensten. Unter dem Strich verbuchten die Walldorfer im Startquartal 2012 zehn Prozent mehr und kamen so auf 444 Millionen Euro Überschuss, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Die übrigen Kennzahlen waren schon bekannt. Sorgen machte dem Softwareriesen das Geschäft in den USA, wo Änderungen im Verkaufsmodell scheiterten. Co-Chef Jim Hagemann Snabe bekräftigte am Mittwoch aber, dass diese Probleme abgestellt seien. Erstmals weist das Unternehmen Umsätze mit der sogenannten Cloud aus, in der Kunden online auf SAP-Anwendungen zugreifen. Die wichtige Zukunftssparte war für die Walldorfer vor einem Jahr mit vier Millionen Euro Erlösen kaum erwähnenswert gewesen - nun sind es schon 29 Millionen Euro.

    Siemens senkt Gewinnprognose und räumt Fehler ein

    München (dpa) - Hohe Verluste beim Windkraftgeschäft in der Nordsee verhageln Siemens den Jahresgewinn. Vorstandschef Peter Löscher senkte die Prognose am Mittwoch von 6,0 Milliarden auf 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro. «Es gab klare Fehler bei uns im Hause,» sagte Löscher: «Komplett unterschätzt haben wir die Komplexität dieser Projekte.» Bei der Anbindung großer Windparks vor Helgoland und Borkum ans deutsche Stromnetz liegt Europas größter Elektrokonzern ein Jahr hinter dem Zeitplan zurück. Deshalb muss Siemens Vertragsstrafen an den Netzbetreiber zahlen und außerdem zusätzliches Personal einstellen, um den Rückstand nicht noch größer werden zu lassen. Die Probleme hatten Siemens schon im ersten Quartal seines im Oktober beginnenden Geschäftsjahres 203 Millionen Euro gekostet, jetzt kamen weitere 278 Millionen dazu.

    EZB-Chef Draghi pocht auf Sparpakt =

    Brüssel (dpa) - Nach dem Sturz der niederländischen Regierung und dem starken Abschneiden der Rechtsextremen bei den französischen Präsidentenwahlen warnt EZB-Chef Mario Draghi vor politischen Kurswechseln zum Schaden des Euro. «Wir müssen unsere Glaubwürdigkeit behalten und stärken.» Das sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Brüssel vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments, ohne die Niederlande oder Frankreich explizit zu nennen. Draghi machte deutlich, dass der bereits unterschriebene Fiskalpakt von 25 der 27 EU-Staaten nun auch in den Ländern gebilligt werden muss. Dem krisengeschüttelten Spanien gab Draghi klare Rückendeckung: «Die spanische Regierung unternimmt außergewöhnliche Anstrengungen.»

    IG Metall: Warnstreiks treffen Auto-Industrie

    Stuttgart/Berlin (dpa) - Bei ihren angekündigten Warnstreiks in der kommenden Woche hat die IG Metall vor allem die Autohersteller im Visier. Das kündigte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück am Mittwoch in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart an. «Am 2. Mai wird es mit massiven Warnstreiks in der Automobilindustrie losgehen. Auf jeden Fall bei Porsche und Daimler wird es Proteste geben. Da bin ich mir sicher», sagte Hück. Die Arbeitgeber müssen spüren, dass wir es ernst meinen.» Die Friedenspflicht im Westen endet am 28. April, wegen des Mai-Feiertags und des vorhergehenden Brückentags ist mit größeren Aktionen erst ab dem 2. Mai zu rechnen. Die IG Metall verlangt 6,5 Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigten in der deutschen Schlüsselbranche.

    Großbritannien zurück in der Rezession

    London (dpa) - Nach einem schwachen ersten Quartal 2012 ist die britische Wirtschaft überraschend erneut in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel vorläufigen Zahlen zufolge in den ersten drei Monaten des Jahres um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, teilte die Nationale Statistikbehörde am Mittwoch in London mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Im letzten Quartal 2011 war das britische BIP um 0,1 Prozent gefallen - zwei Minus-Quartale in Folge werden als Rezession gewertet. Grund für den Abfall seien vor allem Probleme im Bausektor, auch bei der Produktion blieb das erwartete Wachstum aus. Die Wirtschaft im Vereinigten Königreich hatte 2008 und 2009 mehr als ein Jahr lang in der Rezession gesteckt.

    Google Drive ist da: Internet-Riese startet Online-Speicher =

    Mountain View/Berlin (dpa) - Google heizt den Wettbewerb unter den Online-Speicherdiensten an: Der Internet-Riese hat am Dienstag sein lange erwartetes Online-Laufwerk Google Drive eröffnet. Privatnutzer und Unternehmen können darauf bis zu fünf Gigabyte Daten kostenlos ablegen, für eine größere Kapazität wird eine Monatsgebühr fällig. Google Drive ist mit anderen Anwendungen des Internet-Riesen eng verzahnt, etwa der Büro-Software Docs und dem Sozialen Netzwerk Google+. Das virtuelle Laufwerk sei ein zentraler Bestandteil der Online-Dienste von Google, betonte Manager Sundar Pichai. Allerdings trifft das Unternehmen auf viele Konkurrenten, die derzeit ihre Dienste mit neuen Funktionen aufrüsten.

    Apple weiter stark: 35 Millionen iPhones und Riesen-Gewinn =

    Cupertino (dpa) - Apple ist nicht zu stoppen: Der Erfolg von iPhone und iPad hat dem US-Konzern wieder ein Quartal der Superlative beschert. Mit 35 Millionen verkauften iPhones und 11,6 Milliarden Dollar (8,4 Mrd Euro) Gewinn übertraf Apple alle Erwartungen. Es war das zweitbeste Quartal der Firmengeschichte überhaupt - nach dem alles überragenden Weihnachtsgeschäft 2011. Die zuletzt gebeutelte Aktie stieg am Mittwoch vorbörslich um rund neun Prozent. Der Gewinn in dem Ende März beendeten zweiten Geschäftsquartal war fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Beinahe hätte Apple sogar an den vorherigen Rekordgewinn von 13,1 Milliarden Dollar angeknüpft. Der Konzern sitzt jetzt auf einem Geldberg von mehr als 110 Milliarden Dollar.

    Deutsche Aktien setzen Erholungskurs fort

    Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch seinen vortags begonnenen Erholungskurs fortgesetzt. Angetrieben von guten Unternehmenszahlen aus den USA stieg der Dax am Nachmittag um 1,24 Prozent auf 6672 Punkte. Selbst mit den Kursgewinnen vom Vortag hat das Kursbarometer seine kräftigen Einbußen zum Wochenbeginn aber immer noch nicht komplett ausgeglichen. Die übrigen Indizes zeigten sich noch etwas fester: Der MDax legte am Mittwoch um 2,07 Prozent auf 10 587 Punkte zu und der TecDax rückte um 1,71 Prozent auf 781 Punkte vor. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,41 (Vortag: 1,37) Prozent. Der Referenzkurs des Euro war gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3206 (Dienstag: 1,3161) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7572 (0,7598) Euro.

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