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    dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

    Bundesbank: Konjunktur noch nicht in Fahrt =

    Frankfurt/Main/Berlin (dpa) - Die deutsche Wirtschaft brummt, doch die Meinungen der Experten über die weiteren Aussichten gehen auseinander. Derzeit fehle es «erkennbar an konjunkturellem Schwung», schreibt die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Der kalte Februar dämpfte die Wirtschaftsaktivität, die Produktion am Bau brach regelrecht ein. «Die Industrie erreichte auch nach dem Jahreswechsel 2011/2012 nicht das hohe Aktivitätsniveau des letzten Sommers». Insgesamt bescheinigte die Notenbank der deutschen Wirtschaft jedoch eine «gute Grundkonstitution». Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet für Deutschland einen kleinen Aufschwung bis ins nächste Jahr hinein. Nach schwachen Wintermonaten, aber ohne Rezession, habe sich der Konjunkturausblick erkennbar aufgehellt, sagte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin.

    Hannover Messe gestartet =

    Hannover (dpa) - Rund 5000 Aussteller aus 69 Ländern zeigen seit Montag auf der weltgrößten Industrieschau Hannover Messe ihre Neuheiten. Partnerland der Hannover Messe ist in diesem Jahr China. Premierminister Wen Jiabao und Bundeskanzlerin Angela Merkel begannen am Montagmorgen gemeinsam mit dem traditionellen Rundgang über das Messegelände in Hannover.

    Maschinenbau erwartet Erholung =

    Hannover (dpa) - Die deutschen Maschinenbauer hoffen nach dem schwachen Start ins Jahr 2012 auf einen deutlichen Schub bei den Bestellungen in den kommenden Monaten. «Wir rechnen nur für einige wenige Monate mit kleinen Minusraten bei der Produktion. Sie dürften im Jahresverlauf leicht wieder auszubügeln sein», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Hannes Hesse, am Montag zu Beginn der Hannover Messe. Er gehe davon aus, dass die Unternehmen nach der «Delle im ersten Halbjahr» schon bald aufholen können. Ende 2011 und Anfang 2012 hatten die Maschinen- und Anlagenbauer weniger Bestellungen verbucht. «Wir sind vorsichtig, bleiben aber optimistisch», betonte Hesse. Die Auftragseingänge dürften spätestens zur Jahresmitte wieder «auf Wachstumskurs einschwenken». Insgesamt werde die Produktion 2012 jedoch wohl nicht zulegen.

    Industriespionage und Produktpiraterie kosten Firmen Milliarden =

    München (dpa) - Deutsche Firmen verlieren durch Industriespionage und Produktfälschungen jedes Jahr viele Milliarden Euro. Doch nicht nur Hacker-Angriffe aus dem Internet oder nachgebaute Waren aus China machen den Unternehmen das Leben schwer: Nach wie vor sitzen Verräter von Firmengeheimnissen häufig in den eigenen Reihen - und auch in Deutschland werden zunehmend Produkte gefälscht, wie zwei am Montag veröffentlichte Studien zeigen. Allein die Schäden durch Hacker-Angriffe oder Geheimnisverrat summieren sich laut einer Studie der Münchner Sicherheitsberatung Corporate Trust auf 4,2 Milliarden Euro. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) geht davon aus, dass der Branche durch Produktpiraten 2011 Umsatz in Höhe von fast 8 Milliarden Euro durch die Lappen ging.

    Schlüsselbranche Elektro erwartet Umsatzzuwächse =

    Hannover (dpa) - Die deutsche Elektro- und Elektronikindustrie rechnet im laufenden Jahr mit neuen Bestwerten beim Umsatz. «Die aktuellen Daten zur Konjunktur, die Entwicklung des Geschäftsklimas, die Lagebeurteilung sowie die Exporterwartungen der Unternehmen stimmen uns sehr zuversichtlich», sagte der Präsident des Branchenverbandes ZVEI, Friedhelm Loh, am Montag zum Auftakt der Hannover Messen. Der Umsatz der Branche werde auf 185 Milliarden Euro wachsen und damit die beiden Spitzenjahre 2007 und 2008 ( jeweils 182 Milliarden Euro) übertreffen. Nach einer aktuellen ZVEI-Konjunkturumfrage gingen 93 Prozent der Unternehmen von weiter steigenden Erlösen in 2012 aus, sagte Loh. Nur sieben Prozent der Unternehmen erwarteten Stagnation oder Rückgang. Griechenlands Defizit 2011 etwas geringer =

    Luxemburg (dpa) - Griechenlands Finanzlage hat sich im vergangenen Jahr etwas gebessert, zeigt aber weiter tiefrote Zahlen. Der Fehlbetrag im Staatshaushalt belief sich 2011 auf 9,1 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) - das war etwas weniger als die 10,3 Prozent im Vorjahr. Das teilte die Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Erlaubt sind höchstens drei Prozent. Griechenland wird seit zwei Jahren mit milliardenschweren Hilfspakten vor der Pleite bewahrt. In der EU war das Haushaltsloch nur in Irland mit 13,1 Prozent noch höher. Auf dem dritten Platz der unrühmlichen Statistik landete das krisengeschüttelte Spanien mit einem Fehlbetrag im Haushalt von 8,5 Prozent (nach 9,3 Prozent im Vorjahr).

    Spanien rutscht in die Rezession =

    Madrid (dpa) - Die viertgrößte Euro-Wirtschaft Spanien ist im ersten Quartal 2012 in die Rezession gerutscht. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sank die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent, wie die spanische Notenbank am Montag auf Basis einer Schätzung mitteilte. Im Schlussquartal 2011 war die spanische Wirtschaft erstmals seit Ende 2009 wieder geschrumpft. Das Minus lag bei 0,3 Prozent. Damit ist die gängige Definition für eine Rezession - zwei Quartale mit negativen Raten in Folge - nunmehr erfüllt. Im Jahresvergleich sank die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn um 0,5 Prozent.

    60 Milliarden werden in neue Kraftwerke investiert =

    Berlin (dpa) - Die deutschen Energieunternehmen wollen rund 60 Milliarden Euro in neue Windparks, Gas- und Kohlekraftwerke investieren, um so den Atomausstieg abzufedern. Die Branche gehe die Energiewende «mit erheblichem Investitionsoptimismus» an, sagte Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), am Montag auf der Hannover Messe. Nach der vom BDEW erstellten neuen Kraftwerksliste gebe es 84 große Kraftwerksprojekten mit einer Leistung von 42 000 Megawatt. Das Engagement bei Wind-Anlagen auf See, Pumpspeicherwerken sowie bei Kohle- und Gaskraftwerken, werde derzeit aber teilweise gebremst durch Rechtsunsicherheiten, fehlende politische Rahmenbedingungen und durch Zweifel, ob sich Projekte rechnen.

    Transatlantischer Milliardendeal: Nestlé übernimmt Pfizer Nutrition =

    Vevey (dpa) - Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé («Alete») übernimmt für fast neun Milliarden Euro die Babynahrungssparte des US-Pharmariesen Pfizer. Für Nestlé sei dies eine «strategische Ergänzung» des rasch wachsenden Geschäfts mit Säuglingsnahrung, teilte der Schweizer Konzern am Montag mit. Nestlé-Chef Paul Bulcke rechnet damit, dass sich die Übernahme bereits im ersten Jahr positiv auf Wachstum, Margen und Gewinn je Aktie auswirken wird. Pfizer Nutrition verfüge über starke Marken, es werde im Rahmen des Schweizer Konzerns «Wert schaffen und positiv zum Nestlé-Modell beitragen», erklärte Bulcke am Nestlé-Sitz in Vevey am Genfer See. Der Deal umfasst ein Volumen von 11,85 Milliarden Dollar (8,97 Mrd Euro). In Deutschland ist Nestlé bekannt für Marken wie Alete-Kleinkindnahrung, Maggi, Nescafé, Thomy oder Schöller-Eiskrem.

    Dax knapp 3 Prozent im Minus - Frankreich-Wahl und Wirtschaftsdaten =

    Frankfurt/Main (dpa) - Belastet von überraschend schwachen Wirtschaftsdaten und dem Ausgang der Wahl in Frankreich sind die deutschen Aktien am Montag tief ins Minus gerutscht. Nach einer schwachen Eröffnung sackte der Dax zeitweise um mehr als drei Prozent ab und verlor zuletzt 2,86 Prozent auf 6557 Punkte. Der MDax fiel um 3,15 Prozent auf 10 314 Punkte. Der TecDax sank um 2,07 Prozent auf 759 Punkte. Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,36 Prozent (Freitag: 1,38 Prozent). Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3131 (Freitag: 1,3192) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7616 (0,7580) Euro.

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