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    dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

    EZB: Zinserhöhung trotz Schuldenkrise

    Frankfurt/Main (dpa) - Mit dem ersten Zinsschritt seit fast genau zwei Jahren beendet die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Politik des extrem billigen Geldes. Der Leitzins steigt um 0,25 Punkte auf 1,25 Prozent, um der seit Monaten anziehenden Inflation Einhalt zu gebieten. Von diesem im März angekündigten Kurs ließen sich die Währungshüter am Donnerstag auch nicht dadurch abbringen, dass mit Portugal tags zuvor das dritte Euro-Land Europa um Finanzhilfe bat. «Wir müssen Preisstabilität für 331 Millionen Menschen sicherstellen», betonte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in Frankfurt. Seit Monaten heizen hohe Energie- und Rohstoffpreise die Inflation an.

    Wirtschaftsforscher heben Prognose für Deutschland deutlich an

    Berlin (dpa) - Die führenden Forschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose deutlich angehoben. Für 2011 sagen sie einen anhaltenden Aufschwung voraus: Sie erwarten nun eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent. Damit zeichnet sich ab, dass die Atom-Katastrophe in Japan und die Unruhen im ölreichen Nordafrika die deutsche Wirtschaft nicht erschüttern können. Im Herbst hatten die Wirtschaftsforscher nur 2,0 Prozent erwartet. 2012 werde sich der Aufschwung dann etwas abschwächen.

    Auch Portugal kommt an EU-Finanztropf

    Lissabon/Brüssel (dpa) - Als drittes Land der Europäischen Union hängt künftig auch Portugal am Finanztropf. Der von der Pleite bedrohte Staat bittet um Unterstützung - im Gespräch sind 70 bis 80 Milliarden Euro. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sicherte dem Land «schnellstmögliche» Hilfe zu. Führende Politiker in Europa begrüßten den Schritt des ärmsten Landes Westeuropas. Die Lage in Portugal und die Schuldenkrise dürfte auch das Treffen der Euro-Finanzminister sowie der 27 EU-Staaten am Freitag und Samstag in Ungarn bestimmen. Bisher ist Irland das einzige Land, das den Rettungsfonds in Anspruch nimmt.

    Madrid hält Übergreifen der Krise auf Spanien für ausgeschlossen

    Madrid (dpa) - Spaniens Regierung hält es für «total ausgeschlossen», dass Madrid nach Lissabon die EU ebenfalls um Finanzhilfen bitten muss. Die wirtschaftliche Lage in Spanien unterscheide sich stark von der in Portugal, betonte die spanische Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado. «Wir hatten in der Vergangenheit Haushaltsüberschüsse erzielt und jahrelang ein hohes Wirtschaftswachstum gehabt. So etwas gab es in Portugal nicht», sagte die Ministerin dem Radiosender Cadena SER. Die Risikoaufschläge, die der spanische Staat für seine Anleihen an Zinsen zahlen muss, seien seit Jahresbeginn um 30 Prozent gesunken. Damit sei es für Spanien billiger geworden, seine Schulden zu finanzieren.

    Rekordgewinn für KfW: 2,6 Milliarden Euro

    Frankfurt/Main (dpa) - Der Wirtschaftsaufschwung und eine starke Nachfrage nach Konjunkturprogrammen haben den Gewinn der Förderbank KfW 2010 auf Rekordhöhe katapultiert. Rund 2,6 Milliarden Euro Überschuss standen am Jahresende in den Büchern des vom Bund und den Ländern kontrollierten Instituts. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (1,1 Mrd Euro) und mehr als der Branchenprimus Deutsche Bank (2,3 Mrd Euro) für das vergangene Jahr auswies. KfW-Chef Ulrich Schröder dämpfte bei der Bilanzvorlage jedoch die Euphorie: «Das Rekordergebnis ist durch eine Reihe von Sondereffekten geprägt, so dass wir fairerweise etwas Wasser in den Wein schütten müssen: Dieses Ergebnis wird sich auf absehbare Zeit nicht wiederholen lassen.»

    Wirtschaftsspione haben deutsches Know-how im Visier

    Berlin (dpa) - Regierung und Sicherheitsbehörden warnen vor wachsenden Gefahren durch Wirtschaftsspionage. Die Bedrohungslage habe sich verschärft, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), am Donnerstag während einer zweitägigen Fachkonferenz in Berlin: «Im Ausland sprechen manche von Wirtschaftskrieg.» Nach Schätzungen des Ministeriums verursacht Wirtschaftsspionage in Deutschland einen jährlichen Schaden von 20 bis 50 Milliarden Euro. «Russland und China sind Hauptträger von sogenannten Aufklärungsaktivitäten in Deutschland», sagte Schröder. Verfassungsschutz-Präsident Heinz Fromm erklärte, sehr häufig würden solche Aktivitäten «staatlicherseits unterstützt».

    Zahlungsmoral wird besser - aber noch nicht gut

    Hamburg (dpa) - Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung zahlen Unternehmen und Verbraucher ihre Rechnungen wieder zuverlässiger. «Die Zahlungsmoral ist so gut wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr», sagte Wolfgang Spitz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU). Das habe eine Umfrage unter den 552 Mitgliedsunternehmen des Verbandes ergeben. Weil sich die Liquidität in der Wirtschaft verbessert habe, sei auch mit einem Rückgang der Unternehmenspleiten von 32 000 auf 30 000 zu rechnen. Es gebe dennoch keinen Grund zur Entwarnung: Nach wie vor seien rund drei Millionen Haushalte in Deutschland überschuldet; mit rund 110 000 privaten Insolvenzen werde der Rekordstand des Vorjahres nochmals übertroffen.

    Bahn und Lokführer bemühen sich um Tarifkompromiss

    Berlin (dpa) - Die Lokführergewerkschaft GDL erwartet bei den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn bis Freitag «vernünftige Zwischenergebnisse». Sonst müsse der Druck auf die Arbeitgeber wieder erhöht werden, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky. Dort kamen die Delegationen beider Seiten zu einer weiteren Verhandlungsrunde zusammen, die am Freitag fortgesetzt werden soll. Die GDL hatte bei der bundeseigenen Bahn (DB) letztmals am 10. März gestreikt und bei einigen Konkurrenzunternehmen vor einer Woche. Die beiden Verhandlungsparteien berieten am Donnerstag, wie der schon bestehende Lokführer-Tarifvertrag mit dem angestrebten Rahmentarifvertrag in Einklag gebracht werden könnte.

    Marktforscher: Googles Android wird Smartphone-Markt erobern

    Egham (dpa) - Knapp die Hälfte aller Smartphones weltweit werden nach Einschätzung der Marktforscher von Gartner Ende 2012 mit Googles Betriebssystem Android laufen. Bereits dieses Jahr werde sich Android mit einem Marktanteil von 38,5 Prozent zum populärsten Betriebssystem entwickeln, teilte Gartner mit. Das Unternehmen folgt damit Prognosen, die die Marktforscher von IDC Ende März veröffentlicht haben. Im Handy-Gesamtmarkt werden laut Gartner die leistungsfähigen Geräte mit Computerfunktionen in diesem Jahr bereits einen Anteil von 26 Prozent am Verkauf erreichen und bis 2015 fast die Hälfte (47 Prozent) ausmachen.

    Dax nach EZB-Zinsentscheidung leicht im Plus

    Frankfurt/Main (dpa) - Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den Dax am Donnerstag leicht ins Plus gehievt. Nachdem sich der deutsche Leitindex zuvor im Tagesverlauf kaum bewegt hatte, stieg er zuletzt um 0,21 Prozent auf 7230 Punkte. Der MDax verharrte indes im Minus und sank zuletzt um 0,27 Prozent auf 10 549 Punkte, der TecDax verlor 0,30 Prozent auf 942 Punkte. Am Rentenmarkt kletterte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,20 (Mittwoch: 3,15) Prozent. Der Kurs des Euro sank. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,4283 (1,4300) Dollar fest.

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