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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

GDL-Vorstand schweigt zu Streikbeginn =

Frankfurt/Main (dpa) – Der Bundesvorstand der Lokführergewerkschaft GDL schweigt weiterhin zum konkreten Beginn der angekündigten Warnstreikaktionen. Es bleibe dabei, dass man Öffentlichkeit und Fahrgäste rechtzeitig über mögliche Beeinträchtigungen informieren werde, sagte GDL-Sprecher Stefan Mousiol am Montagvormittag in Frankfurt. Derzeit gebe es nichts anzukündigen. Die Gewerkschaft hatte nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Deutscher Bahn AG und sechs Privatbanken Kampfmaßnahmen «nach dem 21. Februar» angekündigt. Am Montagmorgen und am frühen Vormittag waren Aktionen ausgeblieben.

Wirtschaft setzt Höhenflug fort – ifo-Index steigt =

München (dpa) – Die Deutsche Wirtschaft bleibt dank des anhaltenden Exportbooms in Höchstform. Im Februar kletterte der ifo-Geschäftsklimaindex überraschend zum neunten Mal in Folge. Der Index stieg von 110,3 Punkten im Vormonat auf 111,2 Punkte, wie das ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Montag in München mitteilte. Seit Monaten eilt das Konjunkturbarometer von Rekord zu Rekord und erreichte nun den höchsten Stand seit 42 Jahren. Die meisten Experten hatten dagegen wie schon in den Vormonaten einen leichten Rückgang erwartet, der aber erneut ausblieb. «Der Aufschwung in Deutschland ist robust», erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Der ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

EU-Kommission: Neue Banken-Stresstests im März =

Brüssel (dpa) – Die neue Runde der Stresstests für europäische Banken wird Anfang März eingeleitet. «Am 2. März werden wir die Methode bekannt geben», kündigte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Montag in Brüssel an. Derzeit bereiteten Experten eine einheitliche Methodik für die Belastungstests vor. Bei diesen Tests wird untersucht, ob eine Bank auch dann überlebensfähig ist, wenn sich die Märkte unvorteilhaft entwickeln oder die Konjunktur einbricht. Die Tests sollen Probleme im Bankensektor aufdecken und das Vertrauen der Märkte in die Branche stärken. Nach erheblicher Kritik von Experten, die die erste Runde der Stresstests im vergangenen Jahr als zu lasch werteten, sollen die Ansprüche nun strenger sein.

Bundesbank: 2011 Staatsdefizit von 2,0 Prozent möglich =

Frankfurt/Main (dpa) – Deutschland wird sein Staatsdefizit 2011 deutlich zurückfahren und die Maastrichter Stabilitätsmarke nach Überzeugung der Bundesbank wieder einhalten. «Im laufenden Jahr erscheint ein Rückgang der Defizitquote Richtung 2 Prozent möglich», schreibt die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht. Durch Konjunkturprogramme und Bankenrettung waren die Löcher in en öffentlichen Kassen in der Krise kräftig gewachsen, wobei der kräftige Aufschwung 2010 einen noch tieferen Graben verhinderte. Nach vorläufigen Zahlen überschritt Deutschland im vergangenen Jahr mit einem Staatsdefizit von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung erstmals seit fünf Jahren wieder die EU-Stabilitätsmarke von 3,0 Prozent.

Cebit mit Ausstellerplus =

Hannover (dpa) – Zur weltgrößten Computermesse Cebit kommen in diesem Jahr wieder etwas mehr Aussteller. Eine Woche vor dem Start hätten sich über 4200 Unternehmen angemeldet, sagte Messechef Frank Pörschmann am Montag in Hannover. Im vergangenen Jahr waren es 4150. «Wir freuen uns auch über einige Rückkehrer», betonte Pörschmann. Dazu gehörten Drucker-Hersteller wie Brother, Epson oder Xerox. Die Ausstellerzahl war 2009 in der Wirtschaftskrise um ein Viertel auf 4300 eingebrochen und gab im vergangenen Jahr nochmals leicht nach. Die Organisatoren gaben sich zuversichtlich, dass vom 1. bis zum 5. März nicht nur Fachleute aus Forschung und Industrie, sondern wieder auch mehr Verbraucher die Messe besuchen. Partnerland der Cebit ist in diesem Jahr die Türkei.

Silberpreis auf höchstem Stand seit 1980 – Gold gefragt =

London (dpa) – Die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika haben den Silberpreis auf den höchsten Stand seit 31 Jahren getrieben. Der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) des auch in der Industrie gefragten Edelmetalls kletterte über die Marke von 33 Dollar. Am Montagmorgen kostete eine Unze 33,16 Dollar und damit 2,16 Prozent mehr als am Freitag. Auch Gold setzte seinen Höhenflug fort. Die Marke von 1400 Dollar rückt für eine Feinunze immer näher. Der Goldpreis kletterte zwischenzeitlich bis auf 1396,30 Dollar. Der Rekordstand von Anfang Januar bei 1423,57 Dollar kommt damit allmählich wieder in Reichweite. Die Flucht in Sicherheit hält nach Angaben von Händlern angesichts der Unruhen an.

Pharma- und Chemiekonzern Merck mit Rekordumsatz =

Darmstadt (dpa) – Die starke Nachfrage nach chemischen Produkten und die Übernahme des US-Unternehmens Millipore haben dem Pharma- und Chemiekonzern Merck 2010 zu einem Rekordumsatz verholfen. Die Erlöse seien um 20 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro gestiegen, teilte die im Leitindex Dax notierte Merck-Gruppe am Montag in Darmstadt mit. Der Gewinn nach Minderheiten kletterte um rund 73 Prozent auf 632,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich auf 1,113 Milliarden Euro nach 648,9 Millionen Euro im Vorjahr. Merck-Chef Karl-Ludwig Kley stellte für 2011 einen Anstieg der Erlöse um 13 bis 18 Prozent in Aussicht. Das operative Ergebnis soll um 35 bis 45 Prozent zulegen. Für 2010 soll eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie gezahlt werden – nach 1,00 Euro im Vorjahr.

Deutscher Aktienmarkt im Minus =

Frankfurt/Main (dpa) – Der Dax hat am Montag seinen jüngsten Höhenflug nicht fortsetzen können. Ein Sprung in die Gewinnzone am Vormittag nach freundlichen Daten zum deutschen Ifo-Geschäftsklima erwies sich als Strohfeuer. Dann rutschte der deutsche Leitindex wieder deutlich ins Minus und verlor 0,65 Prozent auf 7378 Punkte – nachdem er sich am Freitag noch auf dem höchsten Stand seit Januar 2008 ins Wochenende verabschiedet hatte. Der MDax gab um 0,73 Prozent auf 10 437 Punkte nach und der TecDax verlor 1,32 Prozent auf 905 Punkte. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,88 (Freitag: 2,85) Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3668 (Freitag: 1,3627) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7316 (0,7338) Euro.

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