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    dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

    Brüderle für höhere Löhne – Regierung schraubt Prognose hoch

    Berlin (dpa) – Der stärkste Wirtschaftsboom seit fast 20 Jahren soll sich im Geldbeutel der Arbeitnehmer auszahlen. Die Bundesregierung erwartet in diesem und im nächsten Jahr kräftige Lohnerhöhungen. «Den fleißigen Menschen in diesem Land gehört der Boom», sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Er stellte in Berlin die neue Herbstprognose vor: Die Regierung hat ihre Schätzung für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 1,4 auf 3,4 Prozent mehr als verdoppelt. «Wir haben das stärkste Wachstum aller westlichen Industrieländer.» Für 2011 wird ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,8 Prozent erwartet.

    Währungsstreit: USA suchen Schulterschluss mit reichen Ländern =

    Washington (dpa) – Die USA suchen im globalen Wechselkursstreit den Schulterschluss unter den Industrienationen. Unmittelbar vor dem Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Südkorea erklärte US-Finanzminister Timothy Geithner, die wichtigsten Währungen seien «derzeit in etwa untereinander ausgewogen». Dies dürfte auch ein Signal sein, dass er ein weiteres Absinken des Dollar gegenüber Euro und Yen für nicht notwendig erachtet. Zugleich betonte Geithner, der chinesische Yuan sei «in jeder Hinwicht unterbewertet». Er forderte von den 20 wichtigsten Wirtschaftsmächten eine Einigung auf Normen für eine internationale Wechselkurspolitik.

    Chinas Wirtschaftswachstum leicht abgebremst =

    Peking/Frankfurt (dpa) – Chinas Wirtschaft läuft weiter auf Hochtouren. Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schwächt sich aber leicht ab. Nach offiziellen Zahlen vom Donnerstag stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal zwar immer noch kräftig um 9,6 Prozent. Im Vergleich zu den Vorquartalen verringerte sich das Wachstumstempo aber. Zu Jahresbeginn hatte das Wachstum noch bei 11,9 Prozent gelegen, im zweiten Quartal bei 10,3 Prozent. Ökonomen beurteilten die Daten als insgesamt robust. Die deutschen Exporte dürften durch das schwächere Wachstum in China aber belastet werden. Die neuen Zahlen entsprechen Erwartungen von Experten, die mit einer abermaligen Abschwächung gerechnet hatten.

    Toyota ruft abermals 1,5 Millionen Autos weltweit zurück

    Tokio/Köln/Torrance (dpa) – Toyota ruft erneut weltweit rund 1,5 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Damit setzt sich die beispiellose Pannenserie des japanischen Autobauers fort. Anlass sind aktuell Probleme mit dem Brems- und dem Kraftstoffsystem. Dies bestätigte ein Toyota-Sprecher am Donnerstag in Köln. Der Rückruf betrifft weit überwiegend Amerika und Japan: Alleine in den USA sind 740 000 Autos betroffen, in Japan sind es rund 600 000. Der Sprecher der deutschen Toyota-Tochter sagte, in Deutschland seien rund 4600 Autos betroffen. Toyota musste Anfang des Jahres weltweit mehr als 8 Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten zurückrufen, die meisten davon in den USA.

    Bilanzfehler bei Tui Travel – Finanzchef tritt ab =

    Hannover/London (dpa) – Ein Fehler in der Bilanz sorgt bei Europas größtem Reiseveranstalter Tui Travel für personelle und finanzielle Turbulenzen. Finanzchef Paul Bowtell wolle zum Jahresende seinen Posten zur Verfügung stellen, nachdem Prüfungen einen zusätzlichen Abschreibungsbedarf von 120 Millionen Euro ergaben, teilte der Tui- Konzern in Hannover mit. Bowtell und Tui-Travel-Chef Peter Long hätten sich auf den Rücktritt geeinigt. Die Aktienkurse von Konzernmutter und Tochter rutschten zunächst deutlich ab. Grund für die Korrekturen für mehrere vergangene Geschäftsjahre sei ein Computerproblem beim Abgleich bestehender Forderungen bei Tui Travel gewesen.

    Hochtief-Tochter Leighton schmiedet Abwehrplan gegen ACS =

    Essen/Sydney (dpa) – Die australische Hochtief-Tochter Leighton will ihren Widerstand gegen eine Übernahme durch den spanischen Baukonzern ACS verstärken. Leighton kündigte am Donnerstag in Sydney einen ähnlichen Antrag beim australischen Übernahmegremium «Takeovers Panel» an, wie er von Hochtief geplant ist. Ziel sei es, ACS zu einer vollen Übernahmeofferte für Leighton zu zwingen, falls das zum Schutz der kleineren Leighton-Aktionäre nötig sei. Gleichzeitig hielt der Vorstandsvorsitzende David Mortimer die Tür für die Spanier offen: Er begrüßte Zusagen von ACS, bei einer Übernahme von Hochtief die Unabhängigkeit Leightons zu bewahren. In Deutschland ging währenddessen der politische Streit um schärfere Übernahmegesetze weiter.

    Nokia verdient besser als erwartet und streicht Stellen =

    Helsinki (dpa) – Handy-Weltmarktführer Nokia rüstet mit einem überraschend soliden Gewinnpolster zum Gegenangriff auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt. Wie das finnische Unternehmen in Espoo bei Helsinki mitteilte, brachte das dritte Quartal einen Nettogewinn von 322 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Nokia vor allem wegen Wertabschreibungen einen Verlust von 913 Millionen Euro verbucht. Der neue Konzernchef Stephen Elop kündigte zugleich den Abbau von 1800 Stellen ab. Der Quartalsumsatz legte um fünf Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu. Die Nokia-Aktie stieg nach Bekanntwerden der Zahlen um gut acht Prozent auf 8,38 Euro. Nokia hatte in den vergangenen zwei Jahren im Kampf um Kunden für die ertragreichen Smartphones massiv an Boden verloren.

    Karstadt-Insolvenzverwalter muss auf Millionen warten =

    Essen (dpa) – 34 Millionen Euro für Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und die Mitglieder des Gläubigerausschusses liegen auf Eis. Sieben Gläubiger haben gegen die Höhe des Betrages Beschwerde eingelegt, bestätigte das Amtsgericht Essen einen Bericht der «Financial Times Deutschland» (Donnerstag). Die Übernahme der Warenhauskette Karstadt nach einem der größten Insolvenzverfahren in der deutschen Handelsgeschichte durch Investor Nikolas Berggruen bleibt davon unberührt. Der Kauf sei rechtsgültig, sagte ein Gerichtssprecher. Das Amtsgericht hatte die Vergütung für Görg und seinen Mitarbeiterstab im Fall Karstadt auf 32,3 Millionen Euro festgelegt.

    McDonald's Gewinn steigt zweistellig =

    Oak Brook (dpa) – Die Schnellrestaurantkette McDonald's hat dank der guten Nachfrage nach Kaffee, Menüs und Mixgetränken mehr verdient. Im dritten Quartal stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 1,39 Milliarden Dollar (992 Mio Euro). Der Umsatz legte um vier Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen mitteilte. Gefragt waren nicht nur die Burger und Fritten der Fastfoodkette. Laut Vorstandschef Jim Skinner kamen vor allem die verschiedenen Kaffee-Angebote, Fruchtgetränke (Smoothies) und die Menüs gut an.

    Drogeriemarktkette dm will die Nummer Eins werden =

    Karlsruhe (dpa) – Die Drogeriemarktkette dm will in den nächsten ein bis zwei Jahren Branchenführer Schlecker als Nummer Eins in Deutschland ablösen. Sein Unternehmen peile im laufenden Geschäftsjahr europaweit mehr als sechs Milliarden Euro Umsatz an, sagte dm-Chef Erich Harsch bei der Jahrespressekonferenz in Karlsruhe. Im Geschäftsjahr 2009/2010 (30. September) wurden konzernweit in 2403 Filialen mehr als 5,65 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zwar ist die Drogeriekette mit 8,7 Prozent nicht so stark gewachsen wie in den Vorjahren. Harsch betonte aber: «Die Grenze des Wachstums ist noch lange nicht erreicht.»

    Dax im Plus – Konjunkturdaten und Nokia-Zahlen stützen =

    Frankfurt/Main (dpa) – Angesichts positiver Konjunkturdaten aus Deutschland sowie einiger überzeugender Quartalszahlen europäischer und amerikanischer Unternehmen hat der Dax am Donnerstag Gewinne verbucht. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Nachmittag um 0,81 Prozent auf 6577 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit August 2008. Für den MDax ging es um 0,55 Prozent auf 9259 Punkte nach oben, der TecDax legte um 0,80 Prozent auf 805 Punkte zu. Für Rückenwind sorgte, dass sich in Deutschland die Stimmung der Einkaufsmanager verbessert hat. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,20 (Vortag: 2,15) Prozent. Der Euro machte indes deutlich Boden gut, die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4016 (1,3861) Dollar fest.

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