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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich kräftig ein =

Mannheim (dpa) – Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten haben sich im September erneut deutlich verschlechtert. Der entsprechende ZEW-Konjunkturindex sei um 18,3 Punkte auf minus 4,3 Zähler gesunken, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Damit liegt das Stimmungsbarometer erstmals seit langem wieder im negativen Wertebereich. Es ist bereits der fünfte Rückgang in Folge. Das ZEW führte die Stimmungseintrübung vor allem auf den Industriesektor zurück. So habe die Produktion zuletzt stagniert, die Auftragseingänge seien gesunken. «Auch die vom ZEW befragten Finanzmarktexperten gehen nun offenbar nicht davon aus, dass es im nächsten halben Jahr zu einer weiteren Verbesserung der Kapazitätsauslastung in Deutschland kommen wird.»

China ist Deutschlands größter Einfuhrpartner

Wiesbaden (dpa) – China hat im ersten Halbjahr 2010 die Niederlande als Deutschlands größter Einfuhrpartner abgelöst. Die Einfuhren aus China kletterten um 35,6 Prozent auf einen Wert von 34,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Für die Importe aus den Niederlanden errechneten die Statistiker ein Plus von 16,5 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Auf dem dritten Platz lag Frankreich mit 29,9 Milliarden Euro (plus 5,7 Prozent). Auch die Exporte nach China kletterten in den ersten sechs Monaten überdurchschnittlich. Sie legten um 55,5 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro zu. Insgesamt stiegen die deutschen Exporte im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 17,1 Prozent auf 458,3 Milliarden Euro.

Micky Maus hat große Pläne: EuroDisney investiert kräftig =

Paris (dpa) – Micky Maus greift tief in die Tasche – EuroDisney bei Paris plant langfristig Investitionen in Höhe von acht Milliarden Euro. Die Lizenz zum Betrieb des Vergnügungsparks wird auf Jahrzehnte verlängert. Mittelfristig soll dort auch ein neuer Themenpark entstehen, der als Ökodorf entworfen wird und voraussichtlich 1,8 Milliarden Euro kostet. Das kündigte EuroDisney am Dienstag an. Zur Gruppe gehören unter anderem Disneyland Paris, das Vergnügungszentrum Disney Village, Hotels, ein Golfplatz und Kongresszentren. Die Betreiberlizenz für den Park vor den Toren von Paris wäre 2017 ausgelaufen – die 13-jährige Verlängerung sollte am Dienstag feierlich unterzeichnet werden.

Acht Millionen Autos mit erheblichen Mängeln =

Frankfurt/Main (dpa) – Auf Deutschlands Straßen sind nach einer Studie fast acht Millionen Autos mit gravierenden Mängeln unterwegs. Der technische Zustand der meisten Fahrzeuge sei besorgniserregend, teilte die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) am Dienstag mit. Insgesamt steige die Zahl der Autos mit sicherheitsrelevanten Mängeln weiter, urteilte die GTÜ auf der Basis von 1,9 Millionen Hauptuntersuchungen im ersten Halbjahr 2010. Nicht einmal jeder zweite geprüfte Wagen (48,5 Prozent; Vorjahr: 48,0 Prozent) gehe ohne Beanstandung durch die Hauptuntersuchung, erklärte die Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger: «Bei knapp 52 Prozent der von der GTÜ untersuchten Fahrzeuge stellten die Prüfingenieure Mängel fest – bei 18,5 Prozent sogar erhebliche Mängel bis hin zur Verkehrsunsicherheit.»

Nutzfahrzeugmarkt erholt sich

Berlin (dpa) – Der Nutzfahrzeugmarkt hat nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die Talsohle durchschritten. Weltweit werde die Produktion in diesem Jahr um 10 Prozent auf 11,7 Millionen Fahrzeuge wachsen, sagte Verbandspräsident Matthias Wissmann am Dienstag. Auch der Kernmarkt Westeuropa stabilisiere sich mit einem Plus von 15 Prozent auf knapp 1,4 Millionen Fahrzeuge. Damit liege die Produktion aber noch immer um 40 Prozent unter dem Wert von 2008. In einer Woche präsentiert die Branche auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge in Hannover ihre Neuheiten.

Warentest: Banken kassieren zu hohe Dispozinsen

Berlin (dpa) – Etliche Banken und Sparkassen kassieren laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest zu hohe Dispozinsen – und das trotz historisch günstiger Kosten bei der eigenen Geldbeschaffung. Fürs Überziehen des Kontos werden im Schnitt 12,52 Prozent und teils fast 17 Prozent Zinsen berechnet, wie die Stiftung am Dienstag nach einer Analyse von 1000 Anbietern mitteilte. Zweistellige Zinssätze passten aber nicht zum anhaltenden Tiefstand des Leitzinses, den die Europäische Zentralbank (EZB) in der Finanzkrise bis auf ein Prozent absenkte. Gerade kleinere Regionalinstitute langten bei Dispozinsen kräftig zu. Verbraucherschützer forderten gesetzliche Konsequenzen.

OPEC feiert 50. Geburtstag – Erdöl bleibt vorherrschend

Wien (dpa) – Fossile Brennstoffe werden nach Einschätzung der OPEC auch in absehbarer Zukunft die vorherrschende Energiequelle bleiben. Dies betonte der Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Länder, Abdullah el Badri, am Dienstag zum 50. Jahrestag der Gründung der OPEC. «Wir haben genügend Reserven in unseren Mitgliedstaaten und in anderen Teilen der Welt, deshalb wird es Erdöl auch in den kommenden 50 Jahren geben», sagte El Badri. Bei der Jubiläums-Pressekonferenz erinnerte er auch an das Umfeld, aus dem heraus die OPEC am 14. September 1960 gegründet worden war. «Damals wurde die Ölindustrie von den "Seven Sisters" dominiert, die von der Produktion bis zum Preis alles kontrollierten», sagte er. Als «Seven Sisters» (sieben Schwestern) wurden nach dem Zweiten Weltkrieg sieben große Ölkonzerne bezeichnet, die jahrzehntelang den globalen Ölmarkt beherrschten.

Gewinnmitnahmen halten deutsche Aktien auf Vortagesniveau

Frankfurt/Main (dpa) – Gewinnmitnahmen haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag auf seinem Vortagesniveau festgehalten. Der Dax lag am Nachmittag 0,03 Prozent tiefer bei 6260 Punkten, der MDax verlor 0,04 Prozent auf 8736 Punkte. Der TecDax rückte indes um 0,31 Prozent vor auf 777 Punkte. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,04 (Vortag: 2,11) Prozent. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2850 (1,2801) US- Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7782 (0,7812) Euro.

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