Archivierter Artikel vom 04.08.2010, 16:06 Uhr

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Bauindustrie erwartet stabiles Auslandsgeschäft

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Berlin (dpa) – Die deutschen Baukonzerne erwarten nach einem leichten Dämpfer wegen der Wirtschaftskrise ein robustes Auslandsgeschäft 2010. «Wir rechnen mit einer Stabilisierung auf dem hohen Niveau des Vorjahres», sagte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, der Nachrichtenagentur dpa. Die internationale Bauleistung der deutschen Firmen war 2009 erstmals nach fünf Wachstumsjahren gesunken und blieb mit 24,6 Milliarden Euro drei Prozent unter dem Rekordwert von 2008. Der Auftragseingang gab um fünf Prozent auf 27,4 Milliarden Euro nach. Die Branche setzt auf weitere Impulse aus den Konjunkturprogrammen in mehreren Staaten.

SAP übernimmt Verantwortung für Datenklau bei Oracle

Walldorf/Newton Square (dpa) – Im jahrelangen Streit um unrechtmäßig heruntergeladene Daten geht der Softwarekonzern SAP überraschend auf seinen Erzrivalen Oracle zu. Die Walldorfer haben in der Nacht zum Freitag die Verantwortung für das Vorgehen ihrer mittlerweile geschlossenen Tochter TomorrowNow übernommen. «SAP wird Oracle den Schaden ersetzen, den die begrenzten Handlungen von TomorrowNow tatsächlich verursacht haben», sagte Finanzchef Werner Brandt in einer Mitteilung. Die Walldorfer wollen damit einen seit drei Jahren andauernden Rechtsstreit zu einem Ende bringen. Die milliardenschweren Schadenersatzforderungen von Oracle hält SAP aber für völlig übertrieben.

Allianz nach Milliardengewinn auf Kurs

München (dpa) – Europas größter Versicherer Allianz kommt nach einem Milliardengewinn im zweiten Quartal seinem Jahresziel näher. Im ersten Halbjahr überstand der Konzern Erdbeben und Stürme und weitete sein Geschäft aus. «Wir haben ein sehr gutes Halbjahr mit zweistelligen Wachstumsraten sowohl im gesamten Umsatz als auch im operativen Ergebnis», erklärte Konzernchef Michael Diekmann am Freitag in München und zurrte zugleich die Prognose fest: Das operative Ergebnis von 3,9 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten stimme zuversichtlich, im Gesamtjahr den angepeilten operativen Gewinn von 7,2 Milliarden Euro plus/minus 500 Millionen Euro zu erreichen.

Royal Bank of Scotland zurück in den schwarzen Zahlen

London/Edinburgh (dpa) – Die verstaatlichte britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) ist erstmals seit Krisenbeginn wieder in den schwarzen Zahlen. Die RBS, einer der größten Problemfälle der Finanzkrise, schaffte im zweiten Quartal unter dem Strich einen Gewinn von 257 Millionen Pfund (309 Mio Euro), wie die Bank am Freitag in Edinburgh mitteilte. Im ersten Quartal hatte die Bank noch ein Minus von 248 Millionen Pfund verbucht. Die RBS gehört derzeit zu 84 Prozent dem Staat.

Länder könnten noch mehr A400M abbestellen

Berlin (dpa) – Die sieben Käuferländer des Militärtransporters Airbus A400 mit Deutschland an der Spitze könnten noch mehr Maschinen abbestellen als bisher geplant. Es sei inzwischen möglich, dass die Nationen insgesamt weniger als 170 Flugzeuge abnähmen, um damit einen Teil der Milliarden-Mehrkosten aufzufangen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Freitag aus Verhandlungskreisen. Ursprünglich wollte Airbus 180 Maschinen ausliefern, davon 60 an die Bundeswehr. Im März war dann zwischen dem Airbus-Mutterkonzern EADS und den Regierungen nach zähen Verhandlungen das größte europäische Rüstungsprojekt, bei dem die Kosten aus dem Ruder liefen, gerettet worden.

Dax rutscht ins Minus

Frankfurt/Main (dpa) ­ Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht hat den Dax am Freitag ins Minus sacken lassen. Auch Daten aus Deutschland hatten im Tagesverlauf etwas auf die Stimmung gedrückt. Der deutsche Leitindex verlor zuletzt 0,70 Prozent auf 6290 Punkte. Am Vortag war er zwischenzeitlich noch auf seinen höchsten Stand seit der Lehman-Pleite im September 2008 geklettert. Der MDax büßte 0,29 Prozent auf 8628 Punkte ein, der TecDax verlor 0,62 Prozent auf 771 Punkte. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,23 (Vortag: 2,26) Prozent. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3176 (1,3184) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7590 (0,7585) Euro.