Archivierter Artikel vom 03.08.2010, 15:52 Uhr

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

BMW fährt aus der Krise =

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München (dpa) – BMW fährt rasant aus der Krise. Nach Daimler und Audi präsentiert sich auch der Münchner Autobauer nach der schweren Branchenkrise in glänzender Verfassung. Angesichts der wieder starken Nachfrage hat der Konzern im zweiten Quartal einen überraschend kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung verbucht, wie BMW am Dienstag mitteilte. Nach dem Krisenjahr 2009 mit Kurzarbeit und Gewinneinbruch arbeitet das Unternehmen in seinen Werken wieder an der Kapazitätsgrenze. Zugleich warnte Konzernchef Norbert Reithofer allerdings davor, die Risiken für den Aufschwung zu unterschätzen.

Deutscher Automarkt schwach – Exportwachstum gebremst =

Bad Homburg/Berlin (dpa) – Die Flaute am deutschen Automarkt hat sich im Juli fortgesetzt. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30 Prozent auf 237 500 Fahrzeuge, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Importeursverband VDIK am Dienstag mitteilten. In den ersten sieben Monaten 2010 wurden damit in Deutschland gut 1,7 Millionen Pkw zugelassen. Das waren 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum – damals hatte die staatliche Abwrackprämie den Verkauf kräftig angeschoben. Die Exporte der deutschen Autobauer legten weiter zu, jedoch nicht mehr so rasant wie in den vergangenen Monaten. Im Juli stiegen die Ausfuhren um sechs Prozent auf 312 400 Wagen, die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen um 14 Prozent im Plus.

Porsche und Mercedes fahren nach vorn =

Flensburg (dpa) – Porsche und Mercedes geben auf dem deutschen Automarkt wieder Gas: Mit einem Plus von 14,3 Prozent bei Porsche und 8,1 Prozent bei Mercedes gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres waren die beiden Hersteller die Juli-Gewinner bei den Neuzulassungen, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mit. Insgesamt wurden im Juli laut KBA rund 237 400 Autos neu zugelassen, das sind 30,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für die ersten sieben Monate beläuft sich das Minus auf knapp 29 Prozent; das sind mehr als 690 000 Autos, die nicht auf Deutschlands Straßen gekommen sind.

Lokführer-Tarifverhandlungen in dritter Runde =

Berlin (dpa) – Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rechnet nicht mit einer schnellen Einigung auf einen Branchentarifvertrag. Es gehe um ein «sehr komplexes und in Deutschland bislang einmaliges Werk», sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde mit der Deutschen Bahn (DB) am Dienstag in Berlin. Dabei sollte über drei Themen gesprochen werden: die Grundsätze der Lohn-Eingruppierung, Arbeitszeitregeln und eine Beschäftigungssicherung bei Wechsel des Betreibers. Lokführer dürften ihren Arbeitsplatz nicht verlieren, wenn ein Bahnstreckennetz an einen anderes Unternehmen vergeben wird, fordert die Gewerkschaft.

Fresenius legt bei Umsatz und Gewinn zu =

Bad Homburg (dpa) – Der Medizinkonzern Fresenius hat im ersten Halbjahr 2010 bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt. Die währungsbereinigten Erlöse stiegen um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 7,7 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern am Dienstag in Bad Homburg bei Frankfurt berichtete. Das Konzernergebnis stieg um 23 Prozent auf 302 Millionen Euro, was das Unternehmen bereits in der vergangenen Woche zu einer Anhebung der Jahresziele veranlasst hatte. Ein wesentlicher Grund für die guten Zahlen war das erfolgreiche Geschäft der Tochter Fresenius Kabi mit Sondennahrung in den USA. Das wichtigste Tochterunternehmen, die auf Nierenwäschen spezialisierte Fresenius Medical Care (FMC), steigerte Gewinn und Umsatz im ersten Halbjahr ebenfalls und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr.

Postchef Appel: Konjunkturbelebung sorgt für besseres Geschäft =

Bonn (dpa) – Die Deutsche Post DHL profitiert von der globalen Konjunkturerholung. Neben einem Sparkurs und Umstrukturierungen führte die anhaltend positive Entwicklung zu einer kräftigen Steigerung des operativen Ergebnisses und des Umsatzes im ersten Halbjahr 2010. Die Konzernführung blickt deshalb optimistisch in die Zukunft. Der Umsatz im zweiten Quartal stieg bei stark anziehenden DHL-Geschäften im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,6 Prozent von 11,1 Milliarden auf 12,8 Milliarden Euro, wie die Deutsche Post am Dienstag in Bonn berichtete. Beim Überschuss gab es in diesem Zeitraum ein Plus von 22,7 Prozent – von 66 auf 81 Millionen Euro.

Dax gibt Gewinne ab =

Frankfurt/Main (dpa) – Die Vorsicht der Anleger vor amerikanischen Konjunkturdaten hat den Dax am Dienstag seine zwischenzeitlichen Gewinne gekostet. Zudem verwiesen Händler auf schwache US- Unternehmenszahlen. Zuletzt notierte der Dax noch 0,04 Prozent höher bei 6295 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich 6310 Punkte erreicht und sich damit seinem Jahreshoch bis auf gut 30 Punkte genähert hatte. Der MDax verlor 0,09 Prozent auf 8571 Punkte. Der TecDax erreichte ein Plus von 0,29 Prozent auf 781 Punkte. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,33 (Montag: 2,36) Prozent. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3221 (Montag: 1,3073) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7564 (0,7649) Euro.