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    dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

    Aldi-Mitbegründer Theo Albrecht ist tot

    Essen (dpa) - Theo Albrecht, einer der beiden Gründer des Discount-Riesen Aldi, ist tot. Albrecht sei am Samstag im Alter von 88 Jahren in seinem Geburtsort Essen gestorben, hieß es am Mittwoch in einer Erklärung der Unternehmensgruppe Aldi Nord. «Aldi trauert um einen Menschen, der gegenüber seinen Geschäftspartnern und Mitarbeitern bescheiden auftrat und sie immer mit großem Respekt behandelte.» Als Unternehmensgründer und Pionier im Discounthandel habe er jahrzehntelang die Geschicke der Unternehmensgruppe geprägt. Seit einer Entführung 1971 scheute Albrecht die Öffentlichkeit.

    Bahn erholt sich von Flaute - Investitionen geplant

    Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat nach der Konjunkturflaute wieder Fahrt aufgenommen und will ihre massiven Technikprobleme besser in den Griff bekommen. Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 26,1 Prozent auf 846 Millionen Euro, wie der bundeseigene Konzern am Mittwoch in Berlin mitteilte. Vor allem der gebeutelte Güterverkehr kam wieder stärker auf Touren. Über mögliche Fahrpreiserhöhungen für die Kunden will der Vorstand im Herbst entscheiden und dabei auch die Pannen und Verspätungen der vergangenen Monate mitbedenken. Für klarere Informationen bei Störungen sind Millionen-Investitionen geplant.

    Opel verzichtet bis 2015 auf betriebsbedingte Kündigungen

    Frankfurt/Rüsselsheim (dpa) - Der Autohersteller Opel will nach seinem harten Sanierungskurs bis Anfang 2015 auf weitere betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Das haben Management und Arbeitnehmervertreter im Juni in einem Mantelvertrag festgeschrieben, wie jetzt bekannt wurde. Der Vertrag, über den die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» am Mittwoch berichtete und der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, enthält zudem bislang unveröffentlichte konkrete Angaben zur künftigen Aufstellung der vier deutschen Werke Rüsselsheim, Kaiserslautern, Bochum und Eisenach.

    Zeitarbeit sorgt für Jobboom

    Nürnberg/Berlin (dpa) - Bei Neueinstellungen setzen die Unternehmen vermehrt auf Zeitarbeit. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) suchten die Betriebe im Juni für mehr als jede dritte neue Stelle einen Leiharbeiter. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, die der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in Berlin vorlag. Danach haben sich die neuen Jobangebote von Leiharbeitsfirmen seit Jahresanfang mehr als verdoppelt, während die Zahl der übrigen Stellen lediglich um ein gutes Drittel (39 Prozent) zulegte.

    DIW: Deutschland erreicht Höhepunkt beim Wachstum

    Berlin (dpa) - Deutschland ist derzeit die Konjunktur-Lokomotive in Europa. Für das zweite Quartal erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein Wachstum von 1,1 Prozent zum Vorquartal. «Das ist ein Spitzenwert im Euroraum», heißt es im monatlichen DIW-Konjunkturbarometer, das am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht dies einem Wachstum von 4,5 Prozent. Damit erreiche die Aufwärtsbewegung ihren vorläufigen Höchststand. Im dritten Quartal werde die Dynamik nachlassen. Das DIW rechnet für die Monate Juli bis September mit einem Plus von 0,5 Prozent.

    Infineon schraubt Prognose erneut nach oben

    München (dpa) - Die Geschäfte des Halbleiterspezialisten Infineon brummen angesichts der kräftig wachsenden Nachfrage vor allem aus der Auto- und Handybranche. Zum dritten Mal in Folge schraubte der lange gebeutelte Konzern seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben. Der Umsatz werde im mittleren bis hohen 40-Prozent-Bereich zulegen, sagte Vorstandssprecher Peter Bauer am Mittwoch in München. Der Konzern arbeite an vielen Stellen an seiner Kapazitätsgrenze. Im kommenden Geschäftsjahr werde sich das Wachstum aber abschwächen.

    Schwache US-Daten drücken Dax tiefer ins Minus

    Frankfurt/Main (dpa) - Schwache Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Mittwoch tiefer ins Minus gedrückt. Der Leitindex, den Gewinnmitnahmen schon um die Mittagszeit in die Verlustzone hatten abrutschen lassen, stand zuletzt 0,47 Prozent tiefer bei 6178 Punkten. Gute Unternehmenszahlen grenzten allerdings die Verluste ein. Der MDax verlor 0,76 Prozent auf 8490 Punkte, der TecDax büßte 0,87 Prozent auf 780 Punkte ein. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,42 (Vortag: 2,40) Prozent. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2992 (Dienstag: 1,3033) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7697 (0,7673) Euro.

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