Archivierter Artikel vom 22.02.2010, 21:38 Uhr
Wakefield

Doping mit dem Wachstumshormon HGH

Über Missbrauch mit Wachstumshormonen im Sport wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten immer wieder spekuliert. Mit der Anwendung des Human Growth Hormon (HGH) erhoffen sich Sportler Leistungsgewinne, wobei auf anabole Effekte des Hormons gesetzt wird.

HGH ist ein Peptidhormone, das aus insgesamt 191 Aminosäuren aufgebaut ist. Es wird in der Hypophyse in großen Mengen gebildet und dann ins Blut ausgeschüttet. Über die Blutbahn erreicht HGH die verschiedenen Zellen des Körpers, wo es seine Wirkungen entfalten kann. Die Tatsache, dass es in großen Mengen in der Hypophyse gebildet wird, führte dazu, dass HGH zur therapeutischen Anwendung früher aus den Hypophysen von Toten isoliert wurde.

Es wurde in den letzten Jahren auch auf die Gefahr hingewiesen, dass entsprechende HGH-Produkte aus der ehemaligen Sowjetunion auf dem Schwarzmarkt kursieren. Hierbei wird auf eine mögliche Infektionsgefahr durch Verunreinigungen der Produkte hingewiesen.

Eine Forschergruppe des Endokrinologens Christian Strasburger entwickelte schon 1999 ein Nachweisverfahren, das lange Zeit aber keine Anerkennung fand.