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DM findet ohne USC-Athleten statt

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Fünf USCler hatten sich für die Titelkämpfe in Karlsruhe qualifiziert. Doch dann erklärten der Reihe nach Sprinterin Marion Wagner, Stabhochspringerin Anna Battke, 200-Meter-Läuferin Stefanie Gubitz aus unterschiedlichen Gründen ihren Verzicht.

Wagner, weil die durch einen Hexenschuss bedingte Trainingspause zu lang war, um eine vernünftige DM zu absolvieren. Battke, weil sie zunächst technisch und mental stabiler werden und einen gezielten Aufbau für den Sommer betreiben will. Und Gubitz, weil trotz der für sie guten Vorleistungen auf der Hallenrunde nicht viel zu holen sein wird und die Vorbereitung auf die Freiluftsaison Priorität hat.

Achillessehne schmerzt höllisch

Am Dienstag beendete Carolin Hingst eine Hallensaison, in die sie eigentlich gar nicht eingestiegen war. Seit Mitte Januar konnte die Stabhochspringerin mit einer Bestleistung von 4,72 Meter nur noch stark eingeschränkt trainieren; wann immer sie sich in den Übungseinheiten an die Sprünge wagte, schmerzte am nächsten Morgen die Achillessehne. "Das ist die Hölle", sagt Hingst.

Die Entscheidung, auf die DM-Teilnahme zu verzichten, sei ihr schwergefallen, räumt sie ein. Auch deshalb habe sie diesen Schritt so lange herausgezögert.

"Ich habe den gesamten Herbst über trainiert, ich liebe Springen, ich liebe die Karlsruher Halle", erklärt Hingst. Nach vielen Gesprächen mit ihrem Arzt und mit Technik-Bundestrainer Herbert Czingon habe sie sich dann aber zum Verzicht durchgerungen – und damit könne sie jetzt gut leben. "Momentan ist das Niveau in Deutschland nicht ganz so hoch", sagt die USC-Springerin, "die Chance auf ein WM-Ticket wäre vorhanden. Aber international vorne mitzuspringen, ist für mich zurzeit nicht möglich. Also, was soll's?"

Franta: Probleme mit Adduktoren

Gestern meldete sich dann auch noch der einzige Mann aus dem qualifizierten Quintett ab: Hochspringer Matthias Franta klagt über anhaltende Adduktorenschmerzen. Die sechste potenzielle DM-Teilnehmerin, Stabhochspringerin Katharina Bauer, hatte wegen Fußproblemen schon frühzeitig die gesamte Hallensaison gecancelt.

Für den Mainzer Klub stellt diese Entwicklung einen Tiefpunkt dar. "Dass gleich vier Leute verletzt ausfallen, ist heftig", sagt Abteilungsleiter Bernd Mühle. "Aber gegen Verletzungen kann man nichts machen." Mühle geht davon aus, dass die ein oder andere seiner Athletinnen in Karlsruhe starten würde, wenn die Meisterschaft relevant wäre für eine eventuelle Olympiaqualifikation. Darum geht es aber erst im Juni bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid, deutlich früher als gewohnt. "Deshalb ist es sinnvoll, dass unsere Kandidatinnen für London kein Risiko eingehen, sondern eine ordentliche Vorbereitung auf den Olympiasommer in den Mittelpunkt stellen."

Peter H. Eisenhuth

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