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Stuttgart

Digel: Antidopingkampf mit Geld von Sportlern

dpa

Der ehemalige Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Helmut Digel, fordert Leistungssportler dazu auf, mit eigenem Geld den Antidopingkampf zu unterstützen.

«Die Athleten sollten sich auch finanziell für einen sauberen Sport einsetzen. Die Athleten könnten längst eine Stiftung gründen, um damit nach außen hin aufzuzeigen, wie ernst sie es meinen im Antidopingkampf», sagte der 66 Jahre alte Sportwissenschaftler in einem Interview mit dem «Deutschlandradio Kultur».

Digel erkenne nach eigenen Angaben «nichts von einem glaubhaften Engagement der Sportler im Antidopingkampf. Wenn sie dies nicht tun, dürfen sie sich nicht wundern, dass die Verdachtsmomente immer weiter zunehmen werden», meinte er.

Das Council-Mitglied des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF räumte aber auch ein, dass der Antidopingkampf gesellschaftlich gesehen «auf immer schwächeren Beinen» stehe. «Wenn die Manipulation von Körper und Gehirn zum Alltag gehört, werden die Argumente für einen engagierten Antidopingkampf zukünftig immer schwächer», befand er. Dann stelle sich die Frage: «Warum soll man im Sport etwas kultivieren, was eigentlich um den Sport herum unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten gar keinen Stellenwert mehr hat?»

Trotzdem sprach sich Digel weiter für strikte Doping-Kontrollen aus. «Wir können glaubwürdig gegen diejenigen vorgehen, die gegen die Regeln verstoßen», sagte er. Der zweifache «Sportfunktionär des Jahres» in Deutschland war von 1993 bis 2001 DLV-Präsident und leitete acht Jahre das Institut für Sportwissenschaft in Tübingen.

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