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    Die Zone knautscht nicht mehr - Sicherheit beim Frontal-Crash

    Die Karosserien moderner Autos werden immer steifer. Diese Entwicklung ist gefährlich.

    Die Karosserie des Golf bohrt sich in den Smart
    Die Karosserie des Golf bohrt sich in den Smart

    Wer den EuroNCAP-Crashtest mit guten Ergebnissen absolvieren will, braucht eine besonders steife Karosserie. Darunter leidet die Knautschzone, kritisiert der Automobilclub ADAC – und zeigt, wie gefährlich das für Fahrer und Unfallgegner sein kann.

    Bei einem eigenen Crashtest hat der Verein nun einen Smart Fortwo in die Frontalkollision mit zwei aktuellen Kompaktautos geschickt. Während die relativ nachgiebige Karosseriestruktur des Honda Civic einen Gutteil der Aufprallenergie bei Tempo 56 absorbierte, verformte sich die Front des wesentlich steiferen Golf nur wenig. Der Längsträger bohrt sich durch den Frontbereich des Kleinstwagens bis in dessen Fußraum und verletzt dort das linke Bein des Fahrers erheblich. Selbst der Golf-Fahrer profitiert nicht von der steifen Struktur: Sein Verletzungsrisiko ist ebenfalls höher als das des Civic-Fahrers.

    Der ADAC kritisiert das Phänomen schon länger. Zwar ist eine stabile Karosserie eine wichtige Komponente bei einem sicheren Auto, allerdings verringert sie gleichzeitig die Knautschzone. Energie kann von der steifen Struktur nur schlecht aufgenommen und abgebaut werden. Bei einem Unfall bohrt sich die Front dadurch in ein weicheres Gegenüber und kann zu schweren Verletzungen bei dessen Fahrer führen. Aber auch die Insassen des steiferen Autos werden durch die Luft katapultiert, da sich zu wenig Energie abbaut.

    Einer der Gründe für diese Entwicklung sind die prestigeträchtigen EuroNCAP-Crashtests. Dort werden rigide Karosserien, nicht nur an der Front, sondern vor allem im Bereich der Fahrgastzelle, mit guten Bewertungen belohnt. Die Autohersteller legen ihre Fahrzeuge schon bei der Konstruktion daraufhin aus. Der ADAC fordert daher, die Steifigkeit der Fahrzeugfronten so anzupassen, dass jedes Fahrzeug seinen Anteil der Aufprallwucht abbaut. So könnten mehrere hundert Menschenleben pro Jahr gerettet und viele schwere Verletzungen verhindert werden.

    Holger Holzer/SP-X

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