Archivierter Artikel vom 15.04.2011, 10:02 Uhr
Shanghai

Die Überhol-Beschleuniger: KERS und DRS

KERS und DRS sollen das Überholen in der Formel 1 leichter machen. Die Nachrichtenagentur dpa erklärt die beiden Systeme.

KERS steht für Kinetic Energy Recovery System, ein Hybridsystem, das Bremsenergie speichert und in zusätzliche PS umwandelt. DRS steht für Drag Reduction System, ein System am Heckflügel, das den Luftwiderstand des Rennwagens verringert.

KERS: Seine Premiere hatte das System im Jahr 2009. Es sollte der Formel 1 einen grünen Anstrich verpassen. Im vergangenen Jahr aber hatten die Teams freiwillig darauf verzichtet. Nun ist KERS in optimierter Form wieder zurück. Die Energie, die bei den Bremsvorgängen entsteht, wird gespeichert. Pro Runde kann der Fahrer so zusätzliche 82 PS für insgesamt 6,7 Sekunden aktivieren. Er kann sie gestaffelt abrufen.

DRS: Ein Teil des Heckflügels kann so verstellt werden, dass sich der Luftwiderstand verringert. Das macht die Autos um 10 bis 15 Stundenkilometer schneller. Erlaubt ist der Einsatz des DRS im Rennen nur in einer bestimmten Zone und bei einem zeitlichen Abstand zum Vordermann von einer Sekunde oder weniger. Im Training und in der Qualifikation können die Piloten das System jederzeit benutzen.