Archivierter Artikel vom 09.03.2012, 12:30 Uhr

Die Teams der Formel 1: Marussia

BOLIDE

Lesezeit: 2 Minuten
Fahrer / Startnr:Timo Glock (Deutschland) / 24
Charles Pic (Frankreich) / 25
Testfahrer/in:Maria de Villota (Spanien)
Teamchef:John Alfred Booth
Technischer Direktor:Pat Symonds
Hauptquartier:Banbury, Oxfordshire (Großbritannien)
Bolide:MR01
Motor:Cosworth CA2012
F 1 Debüt:2010 Bahrain
Saison 2011:ohne WM-Punkte
Homepage: www.marussiaf1team.com
Twitter: http://dpaq.de/UH2pY
Facebook: http://dpaq.de/NCPgl
Marussia
Der Rennwagen MR01 vom Team Marussia mit den Fahrern Charles Pic (l) und Timo Glock (r).
Foto: Glenn Dunbar/Marussia F1 – DPA

Nicht einen Kilometer konnte der neue MR01 bei den offiziellen Tests absolvieren. Sogar der obligatorische Crashtest wurde nicht auf Anhieb bestanden. Pilot Timo Glock fühlt sich dennoch gut aufgehoben: «Das Auto ist komplett neu, unser Team im Vergleich zu anderen besonders effizient aufgestellt. Und Sicherheit steht nun mal über allen anderen Aspekten.» Zugunsten der Aerodynamik-Abteilung verzichtet das Team auf KERS. Als einziges Team neben McLaren verzichtete Marussia bei seinem Modell für 2012 auf den Nasen-Höcker.

FINANZEN

Trotz der russischen Investoren muss das Team mit seinem Budget haushalten. Aus finanziellen Gründen suchte der Rennstall im Internet Spezialisten. Dabei sollen in einem «Cool Jobs»-Programm sogar vier Positionen auf diesem Weg besetzt werden. «Die Formel 1 ist ein technologisierter Sport, und man braucht die richtigen Leute mit dem richtigen Talent, um diese Prozesse ins Laufen zu bringen», erklärte Team-Geschäftsführer Andy Webb. Der Rennstall gehört mehrheitlich dem Sportwagenbauer Marussia, der seinen Sitz in Moskau hat. In der vergangenen Saison fuhr der Rennstall noch unter dem Namen Marussia Virgin. Ein Teil des Budgets kommt noch immer vom britischen Virgin-Konzern, der sein Engagement aber betont begrenzt hält.

SAISONZIEL

Nicht immer Letzter werden. Das Hinterbänkler-Team ist noch immer ohne einen einzigen Formel-1-Punkt. Das soll sich in diesem Jahr endlich ändern. Nach personellen Umstellungen und der technischen Partnerschaft mit McLaren hoffen Glock und das Team auf eine Steigerung. «Natürlich steht ganz oben auf der Liste, sich stetig weiterzuentwickeln», so Glock. Das Team hat wegen seines russischen Eigentümers mittelfristig vor allem die F1-Premiere 2014 in der russischen Olympiastadt Sotschi im Visier.

PROGNOSE

Das Team wird nach der verspäteten Präsentation schon zu Saisonbeginn hinterherfahren. «Uns war von vornherein klar, dass wir es im ersten Drittel schwer haben werden», sagte Glock. Der erhoffte Anschluss an das Mittelfeld ist unwahrscheinlich. Marussia steht ein weiteres ganz hartes Aufbaujahr bevor. Es wäre schon ein Erfolg, wenn beide Piloten bei allen Rennen den Sprung in die Startaufstellung schaffen würden und öfter ins Ziel kommen als im Vorjahr. Interessant: Glock bekommt eine Frau als Teamkollegin. Marussia engagierte die Spanierin Maria de Villota als Testfahrerin.

(Stand: März 2012)