Archivierter Artikel vom 09.03.2012, 12:30 Uhr

Die Piloten der Formel 1: Timo Glock

STÄRKEN

Lesezeit: 2 Minuten
Team:Marussia (seit 2010)
Startnummer:24
Land:Deutschland
Geburtsdatum:18. März 1982
Geburtsort:Lindenfels (Deutschland)
Wohnort:Steckborn (Schweiz)
Größe:1,69 m
Gewicht:64 kg
Familie:ledig
F1-Debüt:Kanada 2004
Bisherige Teams:Jordan (Testfahrer 2004 + 4 Rennen),
BMW-Sauber (Testfahrer 2007), Toyota (2008-2009)
Virgin Racing (2010), Marussia Virgin Racing (2011)
Homepage: www.timoglock.de
Twitter: http://dpaq.de/NvHWD
Facebook: http://dpaq.de/3MYMP
Timo Glock
Timo Glock vom Team Marussia.
Foto: Glenn Dunbar/Marussia F1 – DPA

Der gelernte Gerüstbauer gilt als guter Pilot für die Entwicklung eines Rennwagens. Dies muss er auch, wenn er mit Marussia endlich einen Punkt holen will. Auf der Strecke ist Timo Glock ein Kämpfertyp, der keinem Zweikampf aus dem Wege geht. Besonders wenn es regnet, könnte seine Stunde schlagen. Im weitaus besseren Toyota ließ er in der Vergangenheit sein Können mit zwei zweiten Plätzen bereits aufblitzen. Glock gehört zu den am meisten unterschätzten Fahrern im Feld.

SCHWÄCHEN

Die größte «Schwäche» von Timo Glock ist sein Team. Seitdem er für das Hinterbänkler-Team fährt, ist Kurzarbeit angesagt. Nicht ein einziges Mal kam Glock nach seinem Wechsel von Aussteiger Toyota in die zweite Runde der Qualifikation. 13 Mal erreichte Glock im Rennen nicht das Ziel, zweimal ging er erst gar nicht an den Start.

BOXENGEFLÜSTER

Wenn es mal wieder mit seinem Auto nicht läuft und Glock auf Testfahrten warten muss, trägt er es immer mit Fassung und frönt seinen Hobbys: Twitter, Facebook und Radfahren. Bei den ausgefallenen Testfahrten im Februar erkundete er auf dem Zweirad die Gegend um Valencia und teilte seinen Fans via Internet mit: «Gut in Spanien angekommen! Haben es noch zu einer schnellen 50km Runde und 1 Std Gym geschafft.» Gerne «zwitschert» der Fitnessfan auch nicht immer ganz so ernst gemeinte Seitenhiebe in Richtung der Konkurrenz.

PROGNOSE

Timo Glock wird nicht nur an der späten Präsentation des neuen Autos zu knabbern haben. Auf dem Papier ist das Auto für eine Punktefahrt einfach zu schwach. Dennoch sagte der ehemalige GP2-Champion vor dem Saisonstart: «Das ganze Jahr 2012 macht mir Mut.» Mit einem Haufen Glück und an einem sehr guten Tag sammelt der grenzenlose Optimist eventuell ein Pünktchen ein.

(Stand: März 2012)