Archivierter Artikel vom 05.08.2010, 10:20 Uhr

Die Pflanzendüngung rechtzeitig einstellen

Bonn (dpa/tmn). Auch wenn der Sommer noch nicht vorbei ist – die Pflanzen müssen sich langsam wieder auf die kühlere Jahreszeit umstellen. Ab Ende August ist Schluss mit dem Düngen, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn.

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Alle winterharten Pflanzen bekommen jetzt keine Nährstoffe mehr. Vor allem Stickstoffdünger, der das Zellwachstum ankurbelt, ist tabu. Er würde neue Triebe und Blätter sprießen lassen, die nicht mehr genügend Zeit haben, bis zum Winter auszureifen. Das noch junge Gewebe hat der Kälte wenig entgegen zu setzen. Schlimmer noch: Die gesamte Pflanze wird durch den zur Unzeit aktiven Stoffwechsel frostempfindlicher.

Neben den Pflanzen, die draußen überwintern, werden auch Kübelpflanzen wie Fuchsien, Geranien und Strauchmargeriten, die man überwintern möchte, knapp gehalten. Sie legen im Winter ebenfalls eine Ruhepause ein. Aber auch sie überstehen mit festem, ausgereiftem Gewebe die Zeit im Winterquartier deutlich besser als mit jungen, weichen Trieben, die in der Regel nach kurzer Zeit von Blattläusen befallen werden und kränkeln.

Einjährige Beet- und Balkonpflanzen dürfen dagegen weiter gedüngt werden, genauso wie alle Kübelpflanzen, die im Herbst auf den Kompost sollen. Auch die Zimmerpflanzen bekommen weiter ihre Düngergaben, rät der Verband. Diese werden aber langsam reduziert. Denn mit den kürzer werdenden Tagen verringert sich auch der Nährstoffbedarf.