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    Nagoya

    «Die nötige Ruhe»: Fürst reißt junges Team mit

    Nach Monaten im Abseits kam sie gerade noch rechtzeitig vor der WM zurück - und seitdem eilt das junge Team von Sieg zu Sieg. Spielführerin Christiane Fürst steht bei der Weltmeisterschaft in Japan wie kaum eine andere Spielerin für den Höhenflug der deutschen Volleyball-Frauen.

    Anführerin
    Spielführerin, Kopf und Seele: Mittelblockerin Christiane Fürst.

    «Das ist total wichtig, dass sie wieder dabei ist», sagt Bundestrainer Giovanni Guidetti über seinen wichtigsten Ansprechpartner im Spielerkreis. «Sie ist halt unsere Kapitänin.» Lange hing die WM-Teilnahme der 1,92 Meter großen Weltklasse- Blockerin angesichts ihrer Schulterverletzung am seidenen Faden. Im vergangenen Mai war Fürst im vorletzten Spiel um die italienische Meisterschaft auf ihren rechten Schlagarm gefallen und hatte sich ein Band gerissen. Operation, Rehabilitation - für die 25-Jährige begann das lange Warten auf die Genesung.

    Mitte September bei der Qualifikation für den Grand Prix 2011 war es dann urplötzlich soweit: «Sie wird - allein schon wegen ihrer Persönlichkeit - sehr wichtig in diesem Turnier für uns sein», sagte Guidetti über seinen prominenten «Neuzugang». Das Risiko des Bundestrainers wurde belohnt: Fürst spielte - und das junge deutsche Team gewann sensationell das Qualifikationsturnier. «Ich habe mich im ersten Moment gefühlt, als ob das mein erstes Volleyball-Spiel wäre», gestand die zurückgekehrte Spielführerin überglücklich.

    Zwar hat die gebürtige Dresdnerin auch bei der WM in Japan, bei der die deutschen Frauen vom 6. November an in der Runde der letzten 16 Teams stehen, noch längst nicht zu ihrer alten Klasse zurückgefunden. Doch allein die Tatsache, dass die Mittelblockerin wieder an Bord ist, hat der jungen Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) Sicherheit verliehen. Zu frisch ist noch die Erinnerung an den diesjährigen Grand Prix, bei dem die deutschen Frauen - ohne Fürst - total enttäuschten. Die Quittung folgte prompt: Um sechs Plätze fiel das deutsche Team in der Weltrangliste auf Rang 15 zurück.

    Nun ist Fürst zurück - und bei der WM trotz aller Rückstände das Maß aller Dinge. «Sie bringt viel Erfahrung sowie auch die nötige Ruhe ins Team», sagt Zimmerkollegin Heike Beier. Lob kommt von allen Seiten, nur Fürst ist alles andere als rundum zufrieden: «Leider habe ich noch nicht die Form wie vor sechs Monaten, und oft wünsche ich mir, der Mannschaft mehr geben zu können. Aber zur Zeit fehlen noch die Härte und Konstanz im Angriff.» Doch auch mit Blick auf die kommenden schweren Aufgaben setzt der Bundestrainer auf seine Spielführerin: «Sie macht jeden Tag Fortschritte», sagt Guidetti. «Und sie wird das von Spiel zu Spiel besser machen.»

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