Archivierter Artikel vom 29.05.2011, 22:06 Uhr

Die Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Sinsheim (dpa) -

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Neuer: Abgeklärt, das Wechseltheater merkte man ihm nicht an. Super gegen Forlán und Godin. Am Ende rettete er den Sieg.

Lahm: Nach Anlaufzeit gut im Spiel. Rettete zweimal (27., 38.) vor einschussbereiten «Urus». Die Dynamik nach vorn fehlte beim Testlauf.

Friedrich: Engagiert in Zweikämpfen, einige Male wackelte er. Die Form der WM sucht er noch. Das Abseits verhinderte ein eigenes Tor.

Hummels: In der Luft stark, auch bei eigenen Standards (33.). Im Stellungsspiel einige Schnitzer. Super-Grätsche gegen Suarez (71.).

Schmelzer: Gegen den schnellen Cavani mit Sorgen. Biss sich in seine Abwehraufgabe, ohne zu überzeugen. Nach vorne fast nicht zu sehen.

Rolfes: Durchwachsenes Comeback nach 19 Monaten Auswahl-Pause. Zu viele Fehlpässe. Eine Torszene (41.) – für ihn wird der Weg hart.

Kroos: Brauchte Anlaufzeit, dann dynamischer. Seine Flanke senkte sich fast ins Tor. An Schweinsteiger/Khedira kommt er nicht ran.

Müller: Mehrmals hart attackiert. Lief und ackerte, fand aber erst in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel. Zentraler mit mehr Akzenten.

Özil: Ließ seine Klasse aufblitzen. Legte Schürrle zum 2:0 auf. Nahm sich aber auch ein paar Pausen. Durfte sich nach 45 Minuten schonen.

Schürrle: Leverkusen kann sich auf den Dribbler freuen. Tolles erstes Länderspieltor ins lange Eck. Mutige Stunde mit Steigerungspotenzial.

Gomez: Überragendes 1:0! Eroberte den Ball – 16. Länderspieltor. Immer wieder gefährlich in der Spitze. Vergab weiteren Treffer (74.)

Klose: Kam zur Halbzeit als zweite Spitze. Im 109. Länderspiel – damit die alleinige Nummer 2 – blieb er ohne Wirkung und Torerfolg.

Podolski: Durfte ab der 58. Minute mitmachen – mit einem Freistoß-Hammer gefährlich (86.). Erst in Schlussphase besser.

Badstuber: In der EM-Qualifikation immer dabei, dieses mal nur Einwechsler. Aufmerksam beim Endspurt der Gäste.

Höwedes: Bei seinem Debüt im Nationalteam musste er wie zuletzt im Pokalfinale rechts verteidigen. Gleich mutig mit nach vorn.

Träsch: Der Stuttgarter kam nach 79 Minuten für Kroos. In der Mittelfeldzentrale ist er eine Notlösung.

Götze: Elf Minuten konnte sich das Dortmunder Talent noch zeigen. In der Nachspielzeit hatte er das 3:1 auf dem Fuß.