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    Die "Natikicker" in Mainz: Poldi über links und Özil in die Mitte

    Die Deutsche Fußballnationalmannschaft ist gestern im Mainzer Hyatt-Hotel eingezogen. Bis Samstag logieren die Kicker am Rheinufer. Und es ist fast wie in einem Fußballspiel. Lukas Podolski kommt von links, zieht die Blicke vor dem Tor auf sich. Dahinter schleicht sich Mesut Özil durch die Reihen. Kaum jemand bemerkt ihn auf dem Weg in den Strafraum.

    Mainz - Es ist fast wie in einem Fußballspiel. Lukas Podolski kommt von links, zieht die Blicke vor dem Tor auf sich. Dahinter schleicht sich Mesut Özil durch die Reihen. Kaum jemand bemerkt ihn auf dem Weg in den Strafraum.

    Das Tor ist in diesem Fall der Haupteingang des Hyatt-Hotels, der Strafraum ist der Bereich, in dem Autogrammjäger und Journalisten an diesem sonnigen Frühjahrsmorgen auf die Nationalelf warten. Sie logiert hier bis Samstag. Dann spielen Özil, Poldi & Co. in Kaiserslautern das EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan.

    Im "Strafraum" freuen sich zwei Fans ganz besonders. Der elfjährige Moritz aus Schornsheim hat mit seiner Mutter Anja Eckart auf die Spieler gewartet ebenso wie der 22-jährige deutsch-türkische Student Can Seidler. Moritz hat heute schulfrei wegen der Prüfungen zum mündlichen Abitur an seinem Gymnasium in Nieder-Olm. Leider hat er sein Deutschland-Trikot nicht dabei, um sich Autogramme drauf schreiben zu lassen. Aber was soll's! Denn Bundestrainer Jogi Löw bleibt bei ihm stehen und fragt ihn nach seinem Lieblingsspieler. Moritz überlegt und sagt: "André Schürrle." Der Bundestrainer klopft Moritz auf die Schulter. "Das war cool", schwärmt Moritz später. Eine SWR-Reporterin hat sein Erlebnis gefilmt. Und sie hat ein Foto von ihm und Schürrle und sogar auch noch eins von ihm und Özil gemacht. Denn seine Mutter hat den Spielmacher von Real Madrid erkannt, als er beinahe unbemerkt zu Fuß von der Templerstraße zum Hotel ging.

    Superstar Mesut Özil gibt wortkarg Autogramme.
    Superstar Mesut Özil gibt wortkarg Autogramme.
    Foto: Moritz Meyer

    Auch Can Seidler hat Özil verpasst. Stattdessen hört er Lukas Podolski sagen, dass er froh ist, "dass wir in Köln einen guten Trainer haben". Der aktuelle Trainerwechsel in Frankfurt ist ein großes Thema an diesem Tag. Can Seidler sammelt - Özil da, Özil weg - eifrig Autogramme. Schürrle, Götze, Hummels und Boateng hat er geschnappt. "Jetzt gehe ich glücklich an die Uni und schreibe eine Chemie-Klausur."

    Von unserem Redakteur Armin Thomas

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