Archivierter Artikel vom 31.07.2012, 12:00 Uhr

Die Gema: Hüterin des Urheberrechts oder Geldmaschine?

In Deutschland gibt es mehrere Verwertungsgesellschaften, im Musikbereich vertritt die Gema die Interessen der Urheber. Jeder, der bei Veranstaltungen Musik laufen lässt, zahlt dafür Gebühren an die als Verein organisierte Gesellschaft.

Die Gema gibt das Geld an die Urheber weiter, sofern sie zuvor Mitglied geworden sind. Kritisiert wird die Gema unter anderem für die pauschalen Abgaben, die sie erhebt. Es ist nicht transparent, wie deren Höhe ermittelt wird und nach welchen Regeln die Ausschüttung erfolgt. So erklärte der Verein gerade, er wolle sein Abgabenmodell für Klubs und Live-Veranstaltungen ändern. Klubbetreiber und vor allem Vereine protestierten.

Die Tarifreform ist Thema einer Diskussionsveranstaltung der Piraten-Partei heute um 18.30 Uhr auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Prominente Teilnehmer aus der Musikbranche und von der Gema diskutieren dabei unter anderem über die Frage, ob das Urheberrecht grundsätzlich reformiert werden muss, damit es modernen Gegebenheiten gerecht wird. ank