Stuttgart

WM-Qualifikation

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick mit einem Torfestival den ersten Platz in der WM-Qualifikation erobert.

Serge Gnabry
Traf gegen Armenien gleich zweimal: Serge Gnabry.
Foto: Tom Weller/dpa

Die DFB-Auswahl siegte drei Tage nach dem zähen Einstandserfolg gegen Liechtenstein vor 18 086 Zuschauern in Stuttgart mit 6:0 (4:0) gegen Armenien.

Die DFB-Elf in der Einzelkritik:

Neuer: Ein ruhiger Abend. Die wenigen Bälle hätte er auch mit der vor dem Spiel verliehenen DFB-Kappe für 100 Länderspiele halten können.

Hofmann: Krönte die Startelf-Premiere als Rechtsverteidiger mit dem ersten Länderspiel-Tor. Defensiv warten größere Bewährungsproben.

Süle: Der Münchner war bei manchen Pässen zu schlampig, in den entscheidenden Zweikämpfen aber gewohnt solide.

Rüdiger: Musste im Laufduell mit Hoffenheims Adamyan (30.) alles geben. Bis auf einen zu kurzen Rückpass (14.) ohne Wackler.

Kehrer: Ein souveräner Auftritt als Gosens-Vertreter links hinten. Spielpraxis bei PSG und Flexibilität machen ihn für Flick wertvoll.

Kimmich: Auf der Sechs deutlich defensiver als Goretzka. Fädelte viele Angriffe ein. Nach einer Stunde zur Schonung runter.

Goretzka: Der große Antreiber im DFB-Spiel. Überzeugte mit enormer Dynamik und vielen geschickten Anspielen in den Strafraum.

Gnabry: Rumms. Nach 15 Minuten war der Doppelpack geschnürt. 18 Tore in 28 Spielen sind eine Traumquote. Ein Fallrückzieher ging drüber.

Reus: Das Comeback ist dem Dortmunder gelungen. Verarbeitete sein Armenien-Trauma von 2014 mit dem ersten DFB-Treffer seit 27 Monaten.

Sané: Von wegen Münchner Krise. Riss mit Dribblings viele Löcher. Ein Lattenkracher (21.) und sogar im Zweikampf an der eigenen Eckfahne.

Werner: Ein Mittelstürmer. Zahlte für Flicks Vertrauen mit dem nächsten Tor. Viel unterwegs und mit toller Hacken-Vorlage für Reus.

Gündogan: Ersetzte für eine halbe Stunde Kimmich als Strippenzieher. Für größere Impulse reichte die Zeit nicht.

Musiala: Kam nach 60 Minuten für Reus. Führte sich mit einem schönen Steilpass ein. Elegant, aber diesmal ohne den entscheidenden Touch.

Wirtz: Zweiter Joker-Einsatz unter Flick für den jungen Leverkusener. Spielt sich nach und nach in den Fokus für größere Aufgaben.

Adeyemi: Der Teenager trug beim Debüt Gerd Müllers legendäre 13 – und traf in der Nachspielzeit. Ein Versprechen für die Zukunft.

Raum: In die Startelf schaffte es der Hoffenheimer hinten links noch nicht. Beim Kurz-Debüt mit gefährlicher Flanke – seine Spezialität.

© dpa-infocom, dpa:210905-99-106097/2

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