Archivierter Artikel vom 05.06.2020, 13:30 Uhr

Vorsorge nötig

Diabetes und Nierenprobleme hängen oft zusammen

In Folge eines Diabetes kann die Niere Schaden nehmen. Um das zu vermeiden, raten Fachleute zu bestimmten Untersuchungen – und eventuell zu Veränderungen des Lebensstils.

Blutzucker testen lassen
Wer Nierenprobleme hat, sollte auch den Blutzucker unter die Lupe nehmen lassen.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn). Wer Diabetes hat, bekommt oft Probleme mit der Niere. Und Nierenpatienten haben in vielen Fällen einen unentdeckten Diabetes. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft hin.

Die Experten raten deshalb dazu, bei Nierenproblemen auch den Blutzucker unter die Lupe zu nehmen. Eine Früherkennung von Diabetes und von Nierenerkrankungen sei unbedingt notwendig, um Patienten vor Nierenschäden und möglicherweise einer Transplantation oder einer lebenslangen Dialyse zu bewahren.

„Untersuchungen zeigen, dass etwa jeder Dritte auf der Warteliste zur Nierentransplantation einen bislang unerkannten Diabetes oder Prädiabetes hat“, erklärt die Medizinerin Martina Guthoff, Spezialistin für Nierenkrankheiten.

Mindestens einmal im Jahr sollten Diabetiker wiederum ihren Urin auf Eiweiß, sogenanntes Albumin, untersuchen lassen. Arbeitet die Niere nicht richtig, wird dieses vermehrt mit dem Urin ausgeschieden.

Dauerhaft erhöhter Blutzucker und Blutdruck sind nach Angaben der Fachgesellschaft Hauptrisikofaktoren für eine Nierenschädigung. Darum sollten beide Werte stabil und im grünen Bereich sein. Menschen mit Diabetes können die Funktion ihrer Nieren zudem fördern, indem sie abnehmen, nicht rauchen, sich gesund ernähren und ausreichend bewegen.