Archivierter Artikel vom 27.05.2011, 20:40 Uhr

DFB bekräftigt Unterstützung für Blatter

Zürich (dpa). DFB-Chef Theo Zwanziger hat seine Unterstützung für den angeschlagenen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter bekräftigt und seine Skepsis gegenüber Herausforderer Mohamed bin Hammam überraschend deutlich zum Ausdruck gebracht.

«Er kommt aus dem Katar. Dem Nationalverband also, der durch die stark kritisierte Entscheidung der FIFA, die WM 2022 dort auszurichten, am meisten begünstigt wurde. Kann man gerade von ihm daher wirklich Aufklärung, neue Entscheidungsstrukturen und Transparenz erwarten?», schrieb der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Gastbeitrag für die «Rhein-Zeitung Koblenz/Mainz». Schon vor Monaten hatte Zwanziger dem amtierenden FIFA-Boss Blatter die deutsche Stimme zugesichert.

Gegen Blatter und bin Hammam hat die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes Untersuchungen eingeleitet. Beide müssen sich an diesem Sonntag in dem Gremium in Zürich äußern. Drei Tage später soll auf dem FIFA-Kongress ein neuer Präsident gewählt werden.

«Wir können seine Stärken und Schwächen einschätzen. Weil stets nur die ganz großen Entscheidungen im Mittelpunkt stehen, wird häufig völlig übersehen, wie sehr sich die FIFA unter seiner Führung weiterentwickelt hat», schreibt Zwanziger über den Schweizer. Der FIFA bescheinigt er zwar «ein akutes Kommunikations- und Imageproblem». Aber mit Blick auf die Aufbauarbeit in ärmeren Ländern habe die FIFA unter Blatter «in der Sache vieles richtig gemacht».