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Hamburg

Deutschland-Duell bei der Rallye Dakar

Die 32. Auflage der Rallye Dakar verspricht zur rein deutschen Angelegenheit zu werden. Nach dem Ausstieg des zwölffachen Dakar-Siegers Mitsubishi wegen der Wirtschaftskrise sind Volkswagen – Gewinner 2009 – und sein Herausforderer, das X-Raid-Team aus Trebur, die Favoriten.

Von Neujahr bis zum 17. Januar 2010 wird die Rallye zum zweiten Mal in Südamerika ausgetragen. Beim Unternehmen Titelverteidigung baut VW mit dem auf 300 PS aufgerüsteten Touareg auf den bewährten Kader mit den Vorjahressiegern Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz sowie Carlos Sainz/Lucas Senra Cruz, Mark Miller/Ralph Pitchford und dem Neuzugang Nasser Al-Attiyah aus Katar mit seinem Berliner Beifahrer Timo Gottschalk. «Der Dakar-Doppelsieg 2009 war die Erfüllung eines großen Traums für Volkswagen. Doch das ist bereits Geschichte. Jetzt haben wir ein neues Ziel, auf das wir uns noch akribischer vorbereitet haben als je zuvor: Dakar-Sieg Nummer zwei», sagte Volkswagen- Motorsport-Direktor Kris Nissen.

Dem Südafrikaner De Villiers gelang es 2009 als erstem Afrikaner, den Marathon-Klassiker nach 30 Austragungen auf dem «Schwarzen Kontinent» in Südamerika zu gewinnen. Es war zudem der erste Triumph eines Dieselfahrzeugs. 2008 war das Wüstenspektakel kurz vor dem Start in Lissabon wegen der Gefahr von Terroranschlägen in Mauretanien abgesagt worden. In Argentinien und Chile fand der Marathon-Klassiker mit einer gelungenen Premiere eine neue Heimat, eine Rückkehr nach Afrika ist jedoch nicht endgültig vom Tisch.

Das kleinere X-Raid-Team um Sven Quandt geht mit vier BMW X3 an den Start und sicherte sich die Dienste des neunfachen Dakar-Siegers Stéphane Peterhansel. Der Franzose war sechsmal auf dem Motorrad und dreimal im Mitsubishi Pajero erfolgreich. «X-Raid ist eine kleine Truppe, wie eine Familie. Ich will die nach vorn bringen, vielleicht sogar die Rallye Dakar mit BMW gewinnen», begründete Peterhansel seine Entscheidung für X-Raid. Mit dem Münchner Andreas Schulz, der diesmal den Russen Leonid Novitskiy durch Südamerika navigiert, und dem französischen Co-Piloten Michel Périn hat Quandt noch zwei weitere Dakar-Sieger im Aufgebot. Als Außenseiter gilt der amerikanische Motorsport-Exzentriker Robby Gordon mit seinem Hubraum- und PS-gewaltigen Hummer, mit dem er 2009 Dritter wurde.

Die Routenführung der legendären Wüsten-Rallye verspricht die härteste Dakar aller Zeiten: Zwei Anden-Überquerungen, die die Fahrer in eine Höhe von bis zu 4726 Metern führen, schnelle Schotterabschnitte in der berüchtigten Pampa sowie extreme Beanspruchung von Mensch und Material auf vier Etappen durch die erbarmungslose Atacama-Wüste sind die Schlagworte bei der 32. Auflage des diesmal knapp 9000 Kilometer langen Offroad-Klassikers.

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