Archivierter Artikel vom 29.01.2012, 18:30 Uhr
Paris

Deutsches Florett-Team wieder im Olympia-Geschäft

Die deutsche Herrenflorett-Mannschaft hat mit dem zweiten Platz beim Fecht-Weltcup in Paris die Chance auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London erheblich verbessert.

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Olympiasieger
Benjamin Kleibrink hat mit der Florett-Mannschaft die Olympia-Chance gewahrt.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand – DPA

Erst im Finale unterlagen Olympiasieger Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim), Peter Joppich (Koblenz), Sebastian Bachmann und Andre Wessels (beide Bonn) im Finale Italien knapp mit 39:45. Im Halbfinale hatten sich die Deutschen mit 45:40 gegen Weltmeister China durchgesetzt.

«Das ist ein super Ergebnis. Unsere Erwartung war, das Halbfinale zu erreichen und Japan zu schlagen. Das haben die Jungs prima umgesetzt», sagte Bundestrainer Uli Schreck. «Wir sind auf einem guten Weg, die Qualifikation zu schaffen.» Die Deutschen haben damit in der Qualifikationsrangliste gegenüber Russland und Frankreich aufgeholt und zudem Japan im Visier. Ziel ist es, sich entweder unter die besten Vier der aktuellen Weltrangliste zu fechten oder den Kontinentalplatz zu erreichen.

Der viermalige Florett-Weltmeister Peter Joppich hatte am Vortag im Weltcup-Einzelturnier an der Seine Platz acht belegt. Der Koblenzer unterlag im Viertelfinale des stark besetzten Einzelturniers dem US-Amerikaner Race Imboden 12:15. Zuvor konnte sich Joppich im Achtelfinale im deutschen Duell gegen Sebastian Bachmann (Bonn) mit 8:4 durchsetzen. Olympiasieger Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim) verzichtete unterdessen wegen einer Magen-Darm-Verstimmung auf seinen Einzelstart in Paris.

Degenfechter Jörg Fiedler hat im Kampf um die Olympia-Qualifikation dagegen einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Leipziger schied am Samstag beim Weltcup im italienischen Legnano bereits in der Runde der letzten 64 aus. Fiedler unterlag dem Polen Michal Adamek mit 11:15. «Das ist natürlich ärgerlich, wird uns aber nicht zurückwerfen. Noch ist die Qualifikation nicht akut in Gefahr», sagte Bundestrainer Didier Ollagnon. Zufrieden war er mit dem vierten Platz der deutschen Degen-Mannschaft, die erst im Halbfinale gegen die USA 35:45 verlor. Im kleinen Finale behielt China dann mit 45:32 die Oberhand gegen die Fiedler und Co.