Archivierter Artikel vom 01.11.2011, 14:20 Uhr
Leimen

Deutscher Anti-Doping-Plan vor IWF-Kongress

Der Gewichtheber-Weltverband IWF will am Freitag vor Beginn der Weltmeisterschaften in Paris über die deutschen Vorschläge zu einer Neuausrichtung seiner Anti-Doping-Politik diskutieren. Das hat IWF-Präsident Tamas Ajan dem deutschen Verband zugesichert.

Der Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) strebt an, dass alle Dopingkontrollen von einer unabhängigen Kommission übernommen werden und nicht mehr dem Gewichtheber-Weltverband unterstehen. Zudem werden ein einheitlicher Qualitätsstandard bei allen Kontrollen – vor allem im Training – und ein transparentes Berichtswesen mit schriftlichen Mitteilungen an alle nationalen Verbände mindestens einmal jährlich gefordert.

Beim Kongress des Europäischen Gewichtheberverbandes (EWF) im September in Bukarest hatten die Deutschen einen diesbezüglichen Antrag eingebracht, der von den 34 anwesenden Nationen einstimmig angenommen wurde. Daraufhin sind drei Mitglieder der jetzigen Anti-Doping-Kommission zurückgetreten.

Nunmehr sollen die Exekutive und die Mitgliedsverbände des Weltverbandes über die Vorschläge entscheiden. Eigens für die Diskussion ist BVDG-Vizepräsident und Anti-Doping-Beauftragter Christian Baumgartner eingeladen worden. Die Wettkämpfe in Paris beginnen am Samstag und dauern bis zum 13. November.