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    Budapest

    Deutsche Wasserballer nur noch Mittelmaß

    WM adé, Olympia am seidenen Faden, dazu mögliche Einschränkungen der finanziellen Förderung: Die deutschen Wasserballer sind nach ihrem neunten Platz bei der EM in Budapest im Mittelmaß angekommen.

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    Für Trainer Nebosja Novoselac war der Sieg zu Abschluss sehr wichtig.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    «Das alles muss ich erst einmal sacken lassen und aufarbeiten», meinte ein enttäuschter und ratloser Bundestrainer Nebojsa Novoselac nach dem knappen 14:13 (4:3, 4:6, 4:3, 2:1)-Erfolg über das bislang als eher zweitklassig gehandelte Frankreich.

    Der Deutsche Schwimm-Verband will über mögliche Konsequenzen in Ruhe entscheiden. «Wir werden eine sachliche EM-Analyse machen, es wird eine Diskussion geben, wir werden Schlussfolgerungen dann bekanntgeben», sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow am Sonntag. Nach dpa-Informationen will der Verband an Bundestrainer Novoselac festhalten. Der gebürtige Serbe hat einen Vertrag bis 2016.

    DSV-intern ist nicht Novoselac der Grund für das schlechte EM-Resultat, sondern vielmehr andauernde Strukturprobleme in der Bundesliga und der Nachwuchsarbeit.

    Nur einmal gab es ein noch schlechteres Resultat bei einer EM: 1997 in Sevilla mit Rang zehn. Noch vor zwei Jahren jubelte die Mannschaft über EM-Platz fünf. Doch dann wurde Olympia in London verpasst. Es folgte ein Umbruch, erfahrene Spieler wie der damals schon 43 Jahre alte Torhüter Alexander Tchigir, Marc Politze (beide Spandau Berlin) oder der Duisburger Tobias Kreuzmann erklärten ihren Rücktritt.

    Der notwendige Neuaufbau geriet ins Stottern. «Wir waren immer einen Tick zu langsam, offenbar wurde über das Jahr hinweg in den Vereinen nicht so konzentriert trainiert, dass wir mit der Weltspitze mithalten können», kritisierte Novoselac die Bundesligavereine. Immer wieder wurde seine Mannschaft von Spanien oder gar Frankreich regelrecht ausgekontert.

    Nach den drei Auftaktniederlagen gegen die Weltklasseteams wie Olympiasieger Kroatien (5:10), Weltmeister Ungarn (8:16) und Titelverteidiger Serbien (7:12) habe sich die Mannschaft zu viele Gedanken gemacht, erklärte Heiko Nossek, der gegen Frankreich vier Tore erzielte.

    «Wenn Du in der Misere steckst, ist es schwer da raus zu kommen und das hat man uns oft angemerkt», meinte Kapitän Moritz Oeler. Die Deutschen gerieten nach oft gutem Beginn in der zweiten Hälfte der Spiele bei nachlassender Kraft in die Bredouille. So wurden von sieben EM-Partien nur zwei gewonnen.

    Erst nach den Meilensteingesprächen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund wird Klarheit über die künftige finanzielle Forderung herrschen. «Uns fehlt mit der WM nun auf alle Fälle ein wichtiges Turnier mit der Weltklasse im kommenden Jahr», klagte Nossek.

    Ein sicherer Weg nach Rio wäre der EM-Titel Anfang 2016 in Belgrad. Doch das ist wohl Utopie. Bliebe also nur der Weg über ein weltweites Qualifikationsturnier, bei dem dann im Frühjahr 2016 noch drei Olympiastartplätze ausgespielt werden.

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