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Deutsche Team-Sprinterinnen Vierte in Dresden

Der Heimweltcup vor imposanter Kulisse in Dresden sollte den Langläufern einen Podestplatz und damit zusätzlichen Olympia-Schub verleihen. Ein Stockbruch und taktische Fehler verhindern das.

An der Elbe
Der Langlauf-Weltcup ist zu Gast in Dresden.
Foto: Sebastian Kahnert – dpa

Dresden (dpa). Ein Stockbruch bei Hanna Kolb hat die deutschen Skilangläuferinnen um den ersten Podestplatz in diesem Winter gebracht.

Beim City-Sprint-Weltcup am Dresdner Elbufer musste sich das erste deutsche Team mit Kolb und Sandra Ringwald mit Platz vier begnügen und verfehlte damit das ausgegebene Ziel. Weil auch am Samstag im Einzelsprint lediglich Elisbeth Schicho mit Rang acht einigermaßen die Erwartungen erfüllte, war die Stimmung im deutschen Team nicht sonderlich gut.

Der Atmosphäre mit rund 25.000 Zuschauern an beiden Wettkampftagen tat das aber keinen Abbruch. Die Fans feierten die Sieger, die bei den Damen ausschließlich aus Schweden, bei den Herren überraschend ausschließlich aus Italien kamen. Es gewannen Hanna Falk und das Duo Ida Ingmarsdotter/Maja Dahlquist sowie Federico Pellegrino, der sowohl im Einzel als auch im Teamsprint mit Dietmar Nöckler nicht zu schlagen war.

Für das Abschneiden der deutschen Damen hatte der Sportliche Leiter der DSV-Läufer, Andreas Schlütter, nur einen oft gesagten Satz parat: „Wenn du schon kein Glück hast, kommt auch noch Pech dazu“, meinte Schlütter. Beim dritten Wechsel war der Stock von Hanna Kolb gebrochen. Ringwald reichte ihr geistesgegenwärtig ihren, doch da war bereits eine erhebliche Lücke aufgegangen.

„Die musste ich erst zulaufen, und das hat ziemlich Kraft gekostet“, erzählte Kolb, die im Einzel Zehnte geworden war. Auch Ringwald machte den verpassten Podestplatz an der Situation fest. „Das Malheur hat entschieden“, sagte sie. Schlütter war sich sicher, dass es zum Podest gereicht hätte. „Die Mädels sind in Form, das sieht man. Es fehlt immer wieder nur eine Kleinigkeit“, meinte er.

So auch im Einzel. Dort waren es taktische Unzulänglichkeiten. „So etwas darf nicht passieren. Ich ärgere mich über mich selbst“, sagte Ringwald, die im Viertelfinale gescheitert war. Die größte DSV-Hoffnung auf der Sprintstrecke hatte sich von der Konkurrenz einklemmen lassen und dann keine Chance mehr, nach vorn zu laufen.

Nur Schicho nutzte ihre Chance und ersprintete sich eine Olympia-Teilnorm. „Solche Events liegen mir, da kann ich meine Stärken ausspielen“, sagte sie.

Nichts zu holen gab es für die Herren. Ihnen fehlt die Grundschnelligkeit. Sebastian Eisenlauer überstand wenigstens die Qualifikation und belegte am Ende Rang 16. Im Teamsprint mit Thomas Bing kam noch ein taktischer Fehler dazu. „Da sind wir dann nicht mehr konkurrenzfähig“, sagte Schlütter.

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