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    Deutsche Promis: Daumendrücken für Olympia 2018

    Größen aus Politik, Wirtschaft und Sport - München kann in Südafrika beim Rennen um die Winterspiele 2018 auf viele prominente Daumendrücker aus der Heimat bauen. Am Mittwoch fällt in Durban die Entscheidung, wo es im Winter in sieben Jahren um olympische Goldmedaillen geht.

    «Buzzer Beater»
    Basketballstar Dirk Nowitzki traut München einen Korb zum Sieg in letzter Sekunde zu.
    Foto: DPA

    Den französischen Außenseiters Annecy hat keiner auf der Rechnung, der südkoreanische Favorit Pyeongchang scheint einholbar - das Münchner Konzept überzeugt die deutsche Prominenz. Basketballstar Dirk Nowitzki traut den Bayern einen «Buzzer Beater», also einen Korb zum Sieg in letzter Sekunde zu. «Das ist ein sehr enges Spiel», sagte der frisch gekrönte NBA-Champion.

    «Stellen Sie sich mal die Emotionen vor, die beim Einmarsch ins Münchner Olympiastadion unter dem historischen Zeltdach herrschen würden. Unser sportverrücktes Publikum würde die olympische Idee auf einer Welle der Begeisterung in die ganze Welt tragen», schwärmte Nowitzki als Olympia-Teilnehmer von 2008 schon jetzt bei der Vorstellung von Spielen in München.

    Olympiasieger wie Magdalena Neuner (Biathlon), Sven Hannawald (Skispringen) oder Felix Loch (Rodeln) setzen auf die bayerischen Bewerbungsvorteile. «Olympia in Deutschland wäre ein Wintermärchen», prognostizierte Neuner, die mit 24 Jahren noch auf eine Olympia-Teilnahme 2018 bauen darf. Ebenso wie der 21-Jährige Loch. «Olympia vor der eigenen Haustür wäre noch ein zusätzlicher Anreiz», meinte der Rodler. Der ehemalige Skispringer Hannawald lobte die «Weltstadt München, die jeder kennt und mit der Nähe zu den Bergen das perfekte Zusammenspiel zwischen Wintersport und Weltmetropole ist».

    Nicht nur die Wintersportler hoffen auf Heimspiele, auch für die Wirtschaft könnte es Impulse geben. «Ich würde für Deutschland einen ähnlich positiven Effekt erwarten, wie ihn die Fußball-WM 2006 ausgelöst hat», sagte Dietmar Hopp, Milliardär und Fußball-Mäzen. «Ich kann mir gut vorstellen, dass München seinen ärgsten Konkurrenten aus Südkorea ausstechen kann, weil der Norden Koreas zum Sicherheitsrisiko für die Spiele werden könnte.» Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sieht das Sportstätten-Konzept als «schlüssig und kompakt» an. «Es existieren gute Verkehrsanbindungen und die Investitionen in die Infrastruktur halten sich gegenüber den Wettbewerbern im Rahmen», sagte Stracke.

    Beim Deutschen Fußball-Bund steht derzeit die Frauen-WM im Fokus, aber es wird auch zur Entscheidung nach Durban geschaut. «Die olympische Bewegung in Deutschland hätte es mehr als verdient, nach 1972 wieder einmal Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein», sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger und hofft am 6. Juli auf ein «für München gutes Ende». «Wir sind gute Organisatoren, das zeigt jetzt auch wieder die Damen-WM», sagte Ehrenspielführer Uwe Seeler.

    Auch Politiker drücken die Daumen, wie Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) dem «geschätzten Kollegen Christian Ude». Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundetag, Frank Walter Steinmeier, sieht Olympia 2018 als eine Gelegenheit, «zu zeigen, dass die Deutschen nicht nur ein Volk sind, das die Großveranstaltungen organisieren kann, sondern fröhlich und zuversichtlich in die Zukunft schaut und freundlich mit Gästen umgeht».

    Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, lobt bei der Bewerbung «ein sehr ökologisches Konzept» und auch das Organisations-Talent der Olympia-Macher. «Man weiß bei München, dass sie es können.» Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sieht «sehr gute» Chancen. «Wer München und die gesamte Gegend kennt, der weiß, dass die Chancen sehr gut sind.»

    Immer wieder wurde in der Bewerbungsphase auch auf die Sommerspiele 1972 in München hingewiesen, an die sich Schauspielerin Senta Berger noch erinnert. «Was das für Zeiten waren, als wir die Olympiade 1972 in München hatten, das hat natürlich in der Stadt sehr viel initiiert, das war ein sehr großer Aufbruch», sagte die 70-Jährige und wünscht sich wieder Münchner Wettkämpfe im Zeichen der Ringe.

    Für Schauspieler Friedrich von Thun überwiegt «das Plus letztlich das Minus», dagegen muss es für Friedrich Ani, Schriftsteller und Drehbuch-Autor, nicht Olympia in Bayern geben. «Ich glaube nicht unbedingt, dass München eine Olympiade braucht, dass ist eine Imagegeschichte und das Rathaus will sich ein Denkmal setzen.»

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