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Whistler

Deutsche Kombinierer holen Team-Bronze

Trotz eines Sturzes von Tino Edelmann haben Deutschlands Nordische Kombinierer im Schneegestöber von Whistler den Durchblick behalten und Olympia-Bronze im Team-Wettbewerb gewonnen.

Dritter
Die deutschen Kombinierer posieren mit Bronze.

Bronze
(l-r) Rydzek, Edlemann, Frenzel und Kircheisen jubeln auf dem Podium.

Das DSV-Quartett mit Johannes Rydzek, Edelmann, Eric Frenzel und Schlussläufer Björn Kircheisen stürmte nach Platz sechs im Springen in der Staffel noch auf den dritten Rang vor, verfehlte das insgeheim erhoffte erste Gold seit 22 Jahren aber deutlich. Dies holte sich nach dem Rennen über 4 x 5 Kilometer das Quartett aus Österreich, in dem Felix Gottwald seinen dritten Olympiasieg feierte, vor dem Team der USA.

Gratulation
Mannschaftskollege David Kreiner schmeißt sich im Ziel auf den Schlussläufer Mario Stecher (l).

«Die Jungs haben brutal gekämpft und alles gegeben. Ich bin überglücklich. Ich hätte nicht gedacht, dass es nach dieser schlechten Ausgangsposition noch zu Bronze reicht. Kompliment an die Mannschaft», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Über das Ende des Silber-Abonnements bei Olympia war im deutschen Lager niemand traurig. 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin hatten die DSV-Kombinierer im Mannschafts-Wettbewerb jeweils den zweiten Rang belegt.

Zielsprint
Der Österreicher Mario Stecher (r) erreicht das Ziel deutlich vor dem Amerikaner Bill Demong.

Nach einem Strauchler von Edelmann auf der zweiten Schleife drohte das DSV-Quartett diesmal sogar leer auszugehen. «Ich hoffe, dass uns das nicht die Medaille gekostet hat», entschuldigte sich der Pechvogel, der ohne gegnerische Einwirkung zu Fall gekommen war, schon vor dem Zieleinlauf bei seinen Kollegen. «Die Laufleistung ist umso höher einzuschätzen, da Tino Edelmann ja gestürzt ist. Dass die Mannschaft dieses Kämpferherz bewiesen hat und dafür belohnt wurde, ist grandios», sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach.

Angekommen
Björn Kircheisen sichert im Ziel die Bronzemedaille.

Bei dichtem Schneetreiben hatten die Deutschen in der Loipe von Beginn an zur Attacke geblasen. Die 45 Sekunden Rückstand auf die nach dem Springen führenden Finnen hatte Rydzek als Startläufer schnell halbiert. Der 18 Jahre alte Oberstdorfer hielt sich in einem Quintett von Läufern, das mächtig aufs Tempo drückte und das Führungsduo beim ersten Wechsel schon vor Augen hatte. Nachdem Rang drei zwischenzeitlich an die Franzosen verloren ging, brachte Kircheisen als Schlussläufer das Edelmetall sicher nach Hause.

Kämpferisch
Eric Frenzel ist die Anstrengung anzusehen.

Im Springen hatte es wiederum nicht verheißungsvoll für die deutschen Kombis ausgesehen. «Diese Ausgangsposition ist nicht optimal. Wir hatten uns das etwas anders vorgestellt», klagte Bundestrainer Hermann Weinbuch, der auch die wechselnden Windbedingungen an der Schanze für das Abschneiden verantwortlich machte. «Wir hatten oft anderen Wind als die vor uns. Wenn alle die gleichen Bedingungen gehabt hätten, stünden wir woanders.»

Gleichschritt
Der Österreicher Felix Gottwald (r) führt das Feld vor dem Amerikaner Johnny Spillane an.

Allen voran Edelmann blieb hinter den Erwartungen zurück. Als erster Springer des DSV-Quartetts kam der Zella-Mehliser Edelmann nur auf 123 Meter und verlor damit schon 34 Sekunden auf die Spitze. Der 18-jährige Team-Junior Rydzek blieb anschließend zwar mit 129 Metern im Rahmen seiner Möglichkeiten, konnte den Rückstand aber nicht verkürzen. Routinier Kircheisen gelang mit 132 Metern zwar der zweitweiteste Sprung in seiner Gruppe hinter dem Österreicher Bernhard Gruber, doch dies änderte nichts an der Platzierung. Frenzel segelte bei Rückenwind auf 129,5 Meter.

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