Archivierter Artikel vom 14.01.2010, 10:30 Uhr

Der Winter ist die Zeit für radikalen Rückschnitt

Bonn (dpa/tmn). Pflanzenfreunde tun sich oft schwer mit einem radikalen Rückschnitt. Aber manchmal ist genau das die richtige Lösung, um die Lieblingspflanze auf der Fensterbank wieder ansehnlich werden zu lassen.

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Rückschnitt
Die Zimmerlinde legt ein rasantes Wachstum an den Tag, sie muss daher regelmäßig zurückgeschnitten werden. (Bild: Plants for People/dpa/tmn)
Foto: DPA

Viele unserer Zimmerpflanzen wie Kroton, Drachenbaum oder Yucca wachsen in der Natur als stattliche Bäume und Sträucher, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Auch wenn im Topf meist kleinwüchsigere Auslesen angeboten werden – einen Teil ihrer ursprünglichen Wuchskraft besitzen sie immer noch.

Im Sommer bei ausreichendem Licht ist das allenfalls ein Platzproblem. Aber im Winter bei mangelndem Licht entstehen machmal schwache, dünne unansehnliche Triebe. Ist das geschehen, hilft keine noch so gute Pflege, sondern nur radikaler Rückschnitt. Danach können die Pflanzen sich wieder gesund und kräftig von unten her aufbauen.

Als Faustregel gilt: Alle baumartigen oder strauchigen Zimmerpflanzen vertragen einen kräftigen Rückschnitt. Das gilt für die Zimmerlinde, die verschiedenen Ficus-Arten, die Crossandra, den stattlichen Dieffenbachien, den Christusdorn (Euphorbia milii) sowie die stattlichen Schefflera. Unmittelbar nach dem Schnitt sollten die Pflanzen sparsam gegossen werden. Sie brauchen jetzt viel weniger Feuchtigkeit als vorher. Zeigen sich nach etwa zwei Wochen die jungen Triebe, wird die Wasserdosis langsam wieder erhöht. Dann ist auch die richtige Zeit, das Wachstum durch Düngung zu fördern.