Archivierter Artikel vom 09.05.2017, 17:36 Uhr

Der Skandal mit Nazisymbolen

In der Kaserne des rechtsextremen Bundeswehroffiziers Franco A. in Illkirch hat es laut „Bild“-Informationen bereits 2012 einen Skandal mit Nazisymbolen gegeben. Entsprechende Informationen bestätigte das Verteidigungsministerium.

Danach haben Bundeswehrsoldaten in der Nacht des 7. November 2012 ein vier Meter großes Hakenkreuz auf den Boden der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade gestreut. Anlass war offenbar ein Champions-League-Spiel zwischen Bayern München und dem französischen Fußballklub OSC Lille. Der Fall sei unverzüglich den direkten Vorgesetzten sowie dem Ministerium und dem Militärischen Abschirmdienst gemeldet worden. Laut Verteidigungsministerium wurden damals 20 Soldaten vernommen, drei von ihnen mit Geldbußen belegt und aus der Bundeswehr entlassen.

Franco A. war damals noch nicht bei der Deutsch-Französischen Brigade in Illkirch, er wurde erst im Februar 2016 zum dortigen Jägerbataillon 291 versetzt. In der Kaserne bei Straßburg hatte das Jägerbataillon 291 einen Raum mit gemalten Wehrmachtssoldaten in Heldenposen ausgeschmückt.