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Bonn

Der erste Rasenschnitt: Dem Grün auf die Sprünge helfen

Nach dem Winter sieht der Rasen etwas zerzaust aus. Mit nur wenigen Schritten wird die Wiese wieder schön. Der erste Schritt ist das sorgfältige Absammeln aller Blätter, Zweige und anderem organischen Abfall, erklärt der Zentralverband Gartenbau, Bonn.

Rasenmäher
Der erste Rasenschnitt dient dazu, alle Gräser, die im Winter unterschiedlich stark gewachsen sind, auf eine Höhe zu bringen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

Danach folgt der erste Schnitt. Grundsätzlich dient er dazu, alle Gräser, die während der kalten Jahreszeit unterschiedlich stark gewachsen sind, auf eine gleichmäßige Höhe zu bringen. Der Mäher sollte dafür höher eingestellt werden als üblich.

Wer seinen Zierrasen gewöhnlich auf vier Zentimeter Höhe mäht, schneidet jetzt erst einmal sechs Zentimeter. Die Assimilationsfläche der Grashalme ist dann größer und der Rasen beginnt zügiger zu wachsen. Erst mit den folgenden nächsten Schnitten nähert man sich wieder der gewohnten Höhe an. Nach dem Schneiden wird gedüngt – am besten nach vorhergehender Bodenanalyse. Die verhindert, dass zu viele Nährstoffe gegeben werden.

Eine genaue Untersuchung des frisch geschnittenen Rasens zeigt, wo sich Unkraut ausgebreitet hat. Ausstechen ist das sicherste Mittel, es zu entfernen. Störendes Moos lässt sich durch Gaben von schwefelsaurem Ammoniak oder Ammonsulfatsalpeter bekämpfen. Grundsätzlich sind es aber die Standortbedingungen – Schatten und entsprechende Bodenfeuchtigkeit – die das Mooswachstum fördern.

Meist ist es sinnvoller, den Rasen in diesen Bereichen zu entfernen und durch eine Pflanzung aus Schattenstauden zu ersetzen. Ab April, wenn kein Nachtfrost mehr droht, können kahle Stellen nachgesät werden. Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) ist besonders empfehlenswert. Es keimt rasch und schließt die Lücke zügig. Die anderen Rasengräser wachsen später von den Seiten her hinein. So entsteht die gleiche Rasenmischung wie im gesamten Rasen.

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