Archivierter Artikel vom 29.11.2011, 17:25 Uhr

Depressionen oft Auslöser für Sexualstörungen

Berlin (dpa/tmn). Menschen mit Depressionen leiden häufig unter Problemen im Sexualleben. Wer unter einer Sexualstörung leidet, sollte sich erst von einem Arzt untersuchen lassen.

Folgen von Depressionen
Sexualstörungen können auch durch psychische Leiden ausgelöst werden. (Bild: Rolf Vennenbernd/dpa)
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Wer unter Sexualproblemen leidet, sollte sich zunächst gründlich körperlich untersuchen lassen, rät Michael Berner von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin. Können organische Ursachen ausgeschlossen werden, empfiehlt er eine Sexualtherapie. Das gilt insbesondere, wenn die Probleme nicht nach einigen Wochen weniger würden. Die Kosten für die Therapie übernimmt die Krankenkasse.

Sexualstörungen machen sich zum Beispiel durch eine eingeschränkte Potenz bemerkbar. Das unbefriedigende Sexualleben führe oft zu Problemen in der Partnerschaft, das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität leiden und der emotionale Rückzug verstärke sich, erläutert Berner. Auch bei Menschen, die mit Antidepressiva behandelt werden, können sexuelle Störungen auftreten.