Archivierter Artikel vom 10.05.2011, 13:22 Uhr

Demenz: Fehler beim Autofahren ansprechen

Bonn (dpa/tmn). Demenzkranke büßen mit dem Verlust ihrer Orientierung oft auch die Fahreignung ein. Angehörige sollten den Betroffenen aber nicht direkt mit seinen Fahrfehlern konfrontieren, rät die Deutsche Seniorenliga in Bonn.

Demenzkranke auf Fehler beim Autofahren hinzuweisen, ist oft nicht leicht. Besser als die direkte Konfrontation ist, dem Betroffenen deutlich zu machen, dass man sich um seine Sicherheit sorgt, rät die Deutsche Seniorenliga. Dazu könne man eine dritte Person wie einen Hausarzt oder einen guten Freund einschalten. Viele Senioren sind eher bereit, den Rat von Außenstehenden anzunehmen als den ihrer Kinder oder Ehepartner.

Der Hausarzt sollte einen Gesundheitscheck machen oder den Dementen an eine neurologische Fachambulanz überweisen. Dort kann die Fahrtüchtigkeit mit speziellen Tests überprüft werden. Autofahrer mit beginnender Demenz fallen nicht zwangsläufig durch eine unsichere Fahrweise auf. Stattdessen verirren sie sich in bekannter Umgebung, missachten Verkehrsschilder oder verursachen beinahe Unfälle.