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    Helsinki

    DEB-Team verpasst knapp WM-Coup gegen Finnland

    Ganze 89 Sekunden fehlten zum Coup: Die deutsche Eishockey-Auswahl hat in einem mitreißenden WM-Auftaktspiel gegen Finnland eine Überraschung nur knapp verpasst. Mit 3:4 (0:1,1:1,2:1) nach Verlängerung unterlag die Truppe von Bundestrainer Pat Cortina den Turnier-Co-Gastgeber.

    Führungspersönlichkeit
    Der deutsche NHL-Profi Christian Ehrhoff (l) im Zweikampf mit dem Finnen Jarno Koskiranta. Markku Ojala
    Foto: Markku Ojala - DPA

    Das Team durfte sich dabei aber immerhin über einen gewonnenen Punkt freuen. «Direkt nach dem Spiel ärgert man sich schon noch ein bisschen», meinte Kapitän Christian Ehrhoff, «aber wir können erhobenen Hauptes das Stadion verlassen.»

    Führung
    Der Finne Jarno Koskiranta (M) jubelt, DEB-Keeper Rob Zepp (r) musste beim 1:0 hinter sich greifen.
    Foto: Markku Ojala - DPA

    Im ersten deutschen Pflichtspiel nach dem Debakel in der Olympia-Qualifikation hatten Felix Schütz (31. Minute), Ehrhoff (43.) und Torsten Ankert (57.) kurz vor Schluss die Nationalmannschaft in Front geschossen. Aber den Finnen gelang die Wende. «Das ist schon bitter», fand Schütz, «die Führung da wieder herzugeben ist natürlich dumm. Wir hätten die drei Punkte verdient gehabt.» Nach dem Kraftakt darf sich die Truppe vor den anstehenden Partien gegen Russland und die Slowakei aber berechtigte Hoffnungen auf einen Erfolg machen.

    Puckbesitz
    John Tripp (r) schirmt den Puck gegen Petri Kontiola ab.
    Foto: Markku Ojala - DPA

    «Wir haben heute zu viele Strafzeiten kassiert», analysierte Trainer Cortina. «Das tut mir leid für die Jungs, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung.» Die ersten beiden Gegentore fielen in Unterzahl, und auch dem entscheidenden Treffer in der Overtime ging ein zweiminütiges Powerplay der Finnen voraus.«Im Großen und Ganzen saßen wir zu viel auf der Strafbank, das wurde bestraft», sagte Ankert, dem im achten Länderspiel das erste Tor gelang.

    Einsatzfreudig
    André Rankel (r) geht dahin, wo es wehtut: Vor das finnische Tor.
    Foto: Markku Ojala - DPA

    Die Finnen feierten dank der Treffer von Petri Kontiola (11./59.), Janne Pesonen (40.) und Sakari Salminen (62.) den erhofften Heimsieg. «Der Ausgleichstreffer war eine schöne Einzelaktion», befand Ehrhoff.

    Verteidiger
    Torsten Ankert hatte in der 57. Minute noch die Führung für Deutschland erzielt.
    Foto: Markku Ojala - DPA

    Ausgerechnet der NHL-Superstar, den Cortina zum WM-Kapitän gemacht hatte, hatte vor 12 115 Zuschauern eine Partie mit Licht und Schatten erwischt. Als er wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß - «eine Fehlentscheidung» (Cortina), gingen die Hausherren durch ein cleveres Tor in Führung. Den Angriffen der schnellen Suomis hielten die Deutschen einen beherzten Kampf in der Abwehr entgegen, dazu zeigt der Berliner Schlussmann Rob Zepp starke Reflexe. Vorne ließen die Mannen von Coach Cortina ihre wenigen, dafür sehr guten Chancen lange ungenutzt. Die größte Gelegenheit im ersten Drittel vergab Nikolai Goc, als er freistehend das leere Tor verfehlte (15.).

    Im zweiten Durchgang machte der Mannheimer seinen Fehler wett, als er Schütz vor dem Tor fand und dieser mit einer frechen Finte zum Ausgleich traf. Die Finnen drangen durch ihre spielerische Überlegenheit immer wieder schnell in die deutsche Hälfte ein. Zu allem Überfluss machten sich die Deutschen durch viele Strafzeiten das Leben schwer.

    Im Schlussabschnitt wurde es dann dramatisch, als Ehrhoff dann doch seine Klasse zeigte und nach einem Bully-Gewinn mit einem Kracher zum 2:2 traf. Ankerts Treffer von der blauen Linie hätte fast die große Überraschung bedeutet. Doch die Finnen schlugen zurück.

    Einen ersten Dämpfer im hohen Norden hatte der Coach schon vor dem ersten Bully kassiert, als er ein Interview von Verbandschef Uwe Harnos las. Der DEB-Präsident hatte der «Süddeutschen Zeitung» in Bezug auf den Doppel-Job Cortinas gesagt: «Möglicherweise muss man diese Doppelfunktion Sportdirektor und Bundestrainer hinterfragen. Ein Sportdirektor muss langfristig arbeiten, Konzepte entwickeln. Ein Bundestrainer ist erfolgsabhängig, um nicht in die Kritik zu geraten. Darüber muss man nachdenken.» Vertrauen klingt anders.

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